Keine

Kirche im WDR

Gute und schlechte Tage

Wie tief der Gedanke ständigen Wachsens in uns verankert ist, zeigt sich wenn er auf Bereiche angewendet wird bei denen nicht als erstes an Wachstum denken: Die Liebe zum Beispiel. Sie entsteht ja meistens sehr zaghaft: Ein kurzer Blick, ein sanftes Lächeln, das das Herz berührt… Aber vielleicht habe ich einfach auch nur zuviel BACHALOR oder PRINCESS CHARMING geschaut. Selbst wenn diese inszenierten Beziehungen dann wieder auseinander gehen, wird man oder frau kaum die Schlagzeile lesen: „Wir glauben nicht mehr, dass wir als Paar in dieser nächsten Lebensphase gemeinsam wachsen können“. …

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Langsam tut der Seele gut

„Langsam tut der Seele gut!“, „Sei gut zu dir selbst und achte auf das, was deine Seele braucht.“, „Was auch immer gut ist für deine Seele, mach es!“

An guten Ratschlägen an sich herrscht kein Mangel. In letzter Zeit bin ich vermehrt auf Zeitungsartikel und Radiosendungen gestoßen, die fragten: „Was tut eigentlich der Seele gut?“ Und auch auf dem reichhaltigen Büchermarkt, der für jede Vorliebe eine Antwort auf Lebensfragen bietet, wird man mehr als fündig.
Wenn es um die Seele geht, geht es meistens um das Glück; wo es zu finden ist und wie man es erreichen kann. Und es geht darum, was passiert, wenn etwas mit der Seele nicht stimmt, wenn etwas aus dem Ruder gelaufen, aus dem Gleichgewicht gebracht ist. Spätestens dann wird klar: Das mit der Seele ist eine hochkomplexe Angelegenheit.
Folgt man biblischen Spuren, ist es überraschend, dass weite Teile der Bibel gar nichts über „die Seele“ sagen…

Meinung

Ist das nur virtuell?

Lange haben viele in der Kirche mit digitalen Formaten gefremdelt. Nur virtuell und nicht echt, schlecht kontrollierbar und Probleme beim Datenschutz waren nur einige der Bedenken. Digital erschien als fremde Welt. Seit Corona hat sich das geändert. Video- und Online-Gottesdienste, auch per Zoom, Podcasts und mehr Angebote in den Sozialen Medien gehören zum neuen Repertoire bei Kirchens. Uta Garbisch sprach mit Pfarrer Knut Dahl-Ruddies über Chancen und Grenzen dieser Digitalisierung.

Was der Seele gut tut
Allgemein

Was der Seele gut tut

„Langsam tut der Seele gut!“, „Sei gut zu dir selbst und achte auf das, was deine Seele braucht.“, „Was auch immer gut ist für deine Seele, mach es!“
An guten Ratschlägen und schönen Sprüchen für das Poesiealbum ist wahrlich kein Mangel. Seit sie bebildert per Kurznachricht verschickt werden können, kann ich ihnen kaum entgehen. Wenn dann auch noch eine musikalische Untermahlung aufploppt, bin ich vollends ausgeliefert, denn „gegen gut gemachte Musik kann sich niemand wehren –sie zielt direkt auf die Seele.“
Natürlich gibt es auch einen reichhaltigen Büchermarkt, der für jede erdenkliche Vorliebe eine Antwort auf Lebensfragen bietet. Wenn es um die Seele geht, geht es meistens um das Glück; wo es zu finden ist und wie man es erreichen kann. Und es geht darum, was passiert, wenn etwas mit der Seele nicht stimmt, wenn etwas aus dem Ruder gelaufen, aus dem Gleichgewicht gebracht ist. Spätestens dann wird klar: …

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Licht aus. Spot an

Heute Abend ist es wieder mal soweit: Um 20:30 Uhr Ortszeit gilt dann bei Millionen Menschen auf der ganzen Welt, in tausenden Städten und Unternehmen für eine Stunde: Licht aus. Klimaschutz an. Heute ist Earth Hour Tag. Zum ersten Mal gibt es die Earth Hour am 31. März 2007 im australischen Sydney, organisiert vom WWF Australia, dem World Wide Fund for Nature. Er bewegt damals ungefähr 2 Millionen Haushalte, das Licht für eine Stunde auszuschalten. Ein Jahr später erreicht der Aktionstag bereits 370 Städte in 35 verschiedenen Ländern und über 18 Zeitzonen.
Inzwischen nehmen über zwei Milliarden Menschen in über 5000 Städten und 135 Ländern der Welt teil. Damit ist diese Aktion zur größten weltweiten Umweltschutz-Aktion gewachsen. „Schön und gut“ -mögen Sie nun sagen…

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Aufmerksamkeit mit Banane

Es mag zunächst verstörend klingen. Aber ich habe seit kurzem eine Banane auf meiner Bibel liegen. Und das kommt so: Ich habe von einem Experiment gehört, das sich mit der Frage beschäftigt, was eigentlich unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zunächst dachte ich: klar, es wird darum gehen, wie sehr uns das Smartphone beansprucht. Schließlich bin ich dankbar dafür, dass ich jeden Abend um 19.00 Uhr daran erinnert werde, mein Medikament zu nehmen. Das vergesse ich fast jeden Tag. Und seit ich weiß, wie ich andere Benachrichtigungen stumm schalten kann, meldet sich das Handy auch gar nicht mehr so oft. Was zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich? In dem Experiment wird folgendes gemacht: …

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Trost üben

Treu ist er gewesen. So treu wie nur ein Vierbeiner es sein kann. Nun aber ist es aus. Ein zehnjähriges Hundeleben ist zu Ende gegangen. Seine Asche steht in einer Urne im Regal. Daneben ein Bild von „Moritz“ dem Golden Retriever.
„Sagen Sie mal, Herr Pfarrer, finden Sie das nicht ein wenig komisch? Manchmal überlege ich, ob das nicht etwas übertrieben ist. Ein Hund ist doch ein Hund.“ Der Mann, den ich besuche, hat nur noch sehr wenige Menschen, mit denen er sich austauschen kann. Ich habe den Eindruck, dass im Laufe des letzten Jahres die Zahl der Menschen, die kaum noch jemanden zum Reden haben, noch größer geworden ist. Das führt mitunter zu interessanten Fragen. Es ist wie so oft: Eigentlich geht es gar nicht um die Asche von Moritz im Regal. Vielmehr ist der gestorbene Hund der Anlass, über eine ganz andere Frage nachzudenken. Nämlich: …