Jakobus 5,12-16

„Da hilft nur noch beten!“
Das kann man immer dann hören, wenn eine Situation als ausweglos erscheint und nur eine „wundersame“ Wendung die Ereignisse entscheidend verändern kann.
Beim Predigttext für den kommenden Sonntag aus de
Im Jakobusbrief http://ekir.de/url/ZbS könnte man sogar auf die Idee kommen, es gäbe so etwas wie Regeln für ein „Gesundbeten“.
Doch steckt die Empfehlung, es müsse nur fest genug gebetet werden und Krankheit würde verschwinden, gar nicht in den vorgeschlagenen Zeilen.
Die Ermunterung, für kranke Menschen zu beten, ergeht zu Zeiten der Briefabfassung an eine Gemeinde, die sich in einem multireligiösem Umfeld die Frage nach einem erkennbar-christlichen Lebensstil stellt.
In der Hinwendung zum Gebet zeigt sich eine spezielle Haltung alles von Gott zu erwarten und alles aus seiner Hand zu nehmen. Krankheit und Genesung.
Es wird nicht behauptet: Beten heilt.
Aber es wird sehr wohl behauptet, dass beten hilft.
Am Krankenbett das Erlebte vor Gott aussprechen, bringt möglicherweise keine unmittelbare Heilung hervor, es verändert dennoch die Situation erheblich, weil es zeigt, wie nötig ich Gott habe.

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