Beim Beten immer schön stur bleiben

Bleib stur! Dieser Aufruf ist meist unerwünscht. Sturheit gilt nicht als eine Tugend. Wenn uns im Predigttext für den kommende Sonntag aus dem Lukasevangelium dennoch dazu geraten wird hartnäckig zu bleiben, muss es dafür schon außergewöhnliche Gründe geben.
Zunächst erscheint das Gleichnis, dass Jesus erzählt etwas über Gerechtigkeit und vielleicht auch über Mildtätigkeit zu sagen. Der gute Richter lässt sich von der bittenden Witwe schließlich doch weichklopfen.
Weit gefehlt. In Lk 18,1-8 geht es einzig und allein um das Gebet.
Liegt Gott mit euren Bitten und Gebeten ununterbrochen hartnäckig in den Ohren. Lasst an Sturheit nicht nach. Gott wird es hören!
Kein Aufruf viele Worte zu machen. Vielmehr: Nehmt in eurem Leben die Haltung ein, die alles vor Gott bringt und alles von ihm erwartet. Wenn ihr unsicher seid, ob es Sinn macht, ist er die erste Adresse, die es versteht.
Und: die Trost zu spenden vermag. Bleibt einfach stur Ihm gegenüber.

Betender Mann
foto: sxc.hu

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