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Lk 18, 31-43

Am kommenden Sonntag kann es Euch passieren, dass Ihr in der Kirche sitzt, und draußen wird „Die Karawane zieht weiter…“ angestimmt. Während kirchenjahreszeitlich ohne Umschweife das Passionsthema eingeläutet wird und ein „Halleluja“ in der Liturgie entfällt , hält am „Karnevalssonntag“ der Verstärker auf dem Trecker den Frohsinn am Leben.

Das Aufeinandertreffen von Gegensätzen kann mitunter seinen Reiz haben, manchmal aber auch zu Verständnislosigkeit und Kopfschütteln führen. Im Predigttext für den kommenden Sonntag führt die Ansage Jesu über seine bevorstehende Verhaftung und seinen nahen Tod zu Kopfschütteln. Die Jüngerinnen und Jünger verstehen nichts.
Dabei lag es doch eigentlich auf der Hand: Der, der Blinde sehen macht, ist der, von dem die Propheten redeten. In ihm ist Gott besonders da. Geradezu einzigartig.
Doch Eindeutigkeit gab es zu keiner Zeit. Und auch nach Wundertaten stellte sich nur ein vorübergehendes Lob ein.
Es blieb eine Ahnung von dem ein, was Gott zu tun beabsichtigt. Aber kein Verstehen.

Eigentlich beruhigend für uns Glaubende und die Glaubenden aller Zeiten, oder?
Denn ein „näher dran“, oder ein „unmittelbarer zu“ gibt es im Glauben nicht.
Wer glaubt, wird auch hin und wieder mit dem Kopf schütteln.

sxc.hu

foto:sxc.hu