Eva Müller über evangelische Kindertagesstätten

Die WDR Redakteurin Eva Müller ist, wenn es um das Thema Finanzierung von Kindertagesstätten geht, stets eine gefragte Interviewpartnerin.
So auch in diesem Artikel „Konfessionsgebundene Einrichtungen: Der Glaube zählt, der Staat zahlt“ im WDR.
Dort wird sie nicht müde diese Botschaft unter das Volk zu bringen. Leider ist die Autorin in ihrer Recherche nicht genau genug. Schon mit einer einzigen Suchanfrage bei Google lassen sich Sätze wie: „Allerdings darf auch in einem evangelischen Kindergarten niemand arbeiten, der nicht getauft oder Moslem ist“ (ebd.) widerlegen.
Ohne Mühe stößt man dabei auf Meldungen wie diese auf evangelisch.de oder aus einer anderen Landeskirche ekir.de

foto: sxc.hu
foto: sxc.hu

6 Kommentare zu “Eva Müller über evangelische Kindertagesstätten

  1. Vor allem wird das Argument „wer zahlt, bestimmt“ vom ewigen Wiederholen auch nicht wahrer. Oder wo, lieber WDR, darf ich als Beitragszahler über das Programm bestimmen, das ihr auch mit meinen Zwangsbeiträgen finanziert?

  2. Über Facebook und Google+ werden mir noch andere sog. „Einzelfälle“ genannt z.B. hier: http://www.friedenskirche-mombach.de/kindergarten.html
    Eine Bestätigung, dass die Aussagen von Frau Müller einem „Fakten-Check“ nicht standhalten.

  3. Vielfach werden kirchliche Sozialeinrichtungen über einen (Diakonie-)Verein betrieben. Da braucht der Pfarrer, der Vorsitzender des Vereins ist, kein Presbiterium / Kirchenvorstand / Kirchengemeinderat.

  4. Pingback: Netzfunde vom 18. April 2013 | Die Nacht ist vorgedrungen

  5. @IWe Mit „Ausnahmen bestätigen die Regel“ wäre es doch schon wesentlich differenzierter, oder? Aber dann ließen sich die beiden Kirchen ja nicht mehr über einen Kamm scheren.
    Und auch die Überbetonung des Pfarramtes gilt im evangelischen Bereich nicht. Im Kirchengemeinderat oder Presbyterium hat auch die Pfarrerin/der Pfarrer nur eine Stimme…

  6. Konsens ist doch, daß – wer in einer kirchlichen Sozialeinrichtung arbeitet, einer der Kirchen der ACK angehört. Dass es gelegentlich Ausnahmen von diesem Kurs gibt – beispielsweise in Stadtteilen mit hohem muslimischen Migrantenanteil – sagt doch nichts darüber, wie es im überwiegenden Fall ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

    Und wenn ein neuer Pfarrer in die Gemeinde kommt, der das nicht so toll findet, daß eine Muslima im evangelischen Kindergarten arbeitet, dann eröffnet das kirchliche Arbeitsrecht durchaus die Möglichkeit, die Muslima wieder loszuwerden – auch wenn bei Abschluß des Arbeitsvertrags ihre Religionszugehörigkeit bekannt war. In dieser Unsicherheit leben die Mitarbeitenden, die einer christlichen Konfession angehören, nicht.

Kommentare sind geschlossen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen