Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wunder

Mt4,11-11

Verlockungen Mt.4,1-11

Photo Credit: pshmell via Compfight cc Einfache Lösungen sind verlockend. Wie wäre es endlich dem Hunger auf der Welt ein Ende bereiten zu können? Oder endlich einen unumstößlichen Gottesbeweis liefern zu können? Oder besser noch: Die Herrschaft über die ganze Welt? So spricht der, der alles durcheinander wirft, ganz und gar diabolisch. Im Predigttext für den morgigen Sonntag schneidet Jesus den verlockenden Angeboten den Weg ab. http://www.ekir.de/url/Qfo Wer Gott ist, erfährt man nicht, wenn man Lebensversicherungen, Wundern und Machtphantasien hinterher läuft. Vielmehr ist er dort zu finden, wo Anfeindungen und Missverständnisse auf einen dunklen Leidensweg führen. Jesus nimmt dieses „Kreuz“ auf sich und zeigt so, dass Gott mitleidend, verstehend, heilend, liebend ist. Auch diese Lösung ist einfach. Aber nicht verlockend.

Hochzeit zu Kana. Johannes 2,1-11

Eine beliebte Kindergottesdienst Geschichte, die Hochzeit zu Kana. Es sei denn es wird probeweise die neue Perikopenordnung getestet, dann habt ihr Pech und Paulus ist als Predigttext dran Am meisten beeindruckte mich als Kind die Menge, die da von Wasser in Wein verwandelt wurde. 500-700 Liter in nur sechs Krügen! Unglaublich! Und dann noch besser als der ursprüngliche Tropfen. Einfach Knorke, Jesus! Später interessierte mich die Sohn-Mutter Begegnung: Freundlichkeit ihr gegenüber geht anders. Aber Jesus darf das wohl. Ich nicht, denn ich bin nicht Jesus, meinte meine Mutter. Noch später lernte ich, wie kunstvoll Johannes sein Evangelium aufbaut: Schon ganz zu Beginn (Kap.2) der Hinweis auf die Passionsgeschichte: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ und der Hinweis auf die Auferstehung (V1) „Am dritten Tage“. Schließlich sogar die Gegenüberstellung von „Wasser“ als Symbol des Chaos und „Wein“ als Symbol der Freude. Und heute? Heute entdecke ich die Ostergeschichte in der Wundergeschichte: Auch in Zeiten in denen das „Wasser bis zum Hals steht“ und unbeschwerte Lebensfreude nicht selbstverständlich ist, brauche ich glückliche Momente und darf sie auch …

Wunder gibt es immer wieder Predigt über Joh 4, 46-54

Es gehört zu den am meisten besungen Worten im deutschen Schlager. Es hat aber auch die theologische und kirchliche Diskussion in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhundert geprägt. Zara Leander, Katja Ebstein und Nena haben es in erfolgreichen Liedern besungen? „Wunder“ Sie gibt es immer wieder, wir wissen, sie werden geschehen. Oder etwa nicht?

Totes Baby zum Leben erweckt!

In Australien soll eine Mutter ihr totgeborenes Baby durch streicheln ins Leben zurück geholt haben. Es war eine Zwillingsgeburt und eines der Babys hatte die Geburt nicht überlebt. Nach zwei Stunden des „Verabschiedens“ hätte das Kind angefangen zu Atmen, berichtet die Mutter nun. Wir brauchen offenbar „Oster“-Erfahrungen für unser Leben. Wir wollen Hoffnung gegen den Tod. Sich eine Welt ohne Wunder vorstellen zu wollen ist unmenschlich! Das ist nicht im Sinne von Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ gemeint. Ich denke da eher an Geschichten wie diese: Markusevangelium Kapitel5 oder Lukasevangelium Kapitel 16 Vers 31 (Lk16,31) Hätte Jesus zu der Mutter gesagt: „Dein Glaube hat dir geholfen?“ (Lk8,48)