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Göttliche Betroffenheit

Gefühlsausbrüche haben Konjunktur. Betroffenheit, Wut, Trauer fallen einem augenblicklich eher ein, als Zuneigung, Zärtlichkeit oder gar Liebe. Vielleicht tut es da gut im Predigttext für den morgigen Sonntag auf einen göttlichen Gefühlsausbruch zu hören. Zweifelsohne können göttliche Gefühlsausbrüche auch zerstörerisch oder gar vernichtend sein. In Mt. 3,13-17 stellt sich dieser Gefühlsausbruch aber vollkommen anders dar: Zu dem aus dem Jordan steigenden Jesus von Nazareth und zu allen, die dabei stehen, sagt Gott: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Zärtlichkeit schwingt in diesem Satz mit. Blicke, die Eltern an Taufbecken haben, wenn sie auf den Nachwuchs schauen. Zum zärtlichen Blick kommt ein Zeichen: Die Taube, seit Alters her Symbol für Frieden und Versöhnung. Verständigung, mehr braucht es gerade nicht.

2017 – Reformation statt Reförmchen

Ich mag meinen Bonner Kollegen und „Dorfpfarrer“ Siegfried Eckert sehr gern, ist er doch einer der wenigen, die sich trauen Klartext zu reden. Über die Häufigkeit dieses Klartextes kann man indes streiten. Auch über die Präsenz in der Regionalpresse. Darüber hinaus ist sein neues Buch bestimmt lesenswert und die Sprachmächtigkeit von Eckert beeindruckend. Ob es ihm allerdings recht ist, dass für seine klugen Zwischenrufe Kriegsrhetorik bemüht wird, darf bezweifelt werden. In Zeiten in denen weltweit allerorten von „Sperrfeuer“ und Säbelrasseln zu hören ist, leistet K. Rüdiger Durth mit seinem Artikel im Generalanzeiger dem Eckertschen Anliegen sicher keinen guten Dienst. Das meint zumindest ein treuer Leser der „Dorfzeitschrift“: In der Zeit Krieg und Waffenhandel lesen wir von evangelischer Nabelschau im @gabonn: http://t.co/2YQwXRF5EX Finde den Fehler! #Kirche — Wilfried Lücker (@willimeck) August 16, 2014 Dem Pastor und Bundesverdienstkreuz Träger K. Rüdiger Durth wünscht man bisweilen dieses „mehr an theologischer Kompetenz“, das Eckert in seinem Buch fordert.