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Rückblick auf den ersten Twitter Gottesdienst

Bevor ich dazu komme den von mir vorbereiteten Twittergottesdienst zu bewerten sei hier der Eindruck eines Besuchers wiedergegeben, der den Gottesdienst twitternd mitgestaltet hat. Eine Anmerkung die wichtig für die Nachbereitung ist. Vielen Dank dafür an Hagen Bauer.

Pfarrer Dahl eröffnete den Gottesdienst für Liebende im Kontext des Valentinstag mit einem kurzen historischen Abriss zur Entstehenung des Valentinstages. Um was sollte es gehen? Ein Gottesdienst bei dem man ohne Zwang twittern soll und darf.

Wie kann man sich das vorstellen? Alle Tweets zu einem bestimmten Hashtag wurden auf einer Leinwand angezeigt. Entstehen sollte eine Textcollage zu dem Text „Das hohe Lied der Liebe“ (1. Korinther, 13). Alle die wollten konnten die für sich wichtigsten Passagen den anderen Gottestdienstteilnehmern per Tweet mitteilen. „Was hat es mit der Liebe auf sich“. Für die Teilnehmer die kein Smartphone oder Notebook dabei hatten wurden zwei Gastnotebooks bereitgestellt.

Wie bei jedem Experiment gestaltete sich der Anfang etwas stockend. Ein paar Technickprobleme und natürlich eine zu erwartenden Zurückhaltung am Anfang. Entstanden ist dann ein zwar kleines, aber direktes Feedback zur Lesung in dem Gottesdienst.
Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob Twitter das richtige Werkzeug ist. Eigentlich bin ich mir für mich selbst sicher, daß es das falsche ist. Mir persönlich kam es einfach komisch vor, unter meinem Namen einen für den Rest der Welt aus dem Zusammenhang gerissenen Text zu twittern. Verstehen kann man es ja nur wenn man Kontext kennt.

Ich finde allerdings die Idee interessant direkt innerhalb des Gottesdienstes auf so eine Weise Feedback, Stimmungen oder Anregungen aufzufangen. Aber wahrscheinlich eher in einer geschlossenen Nutzergruppe als über Twitter. Mal sehen.

Auf jeden Fall ein mutiges und innovatives Projekt. Aus einem „Frontalgottestdienst“ wird ein gemeinsames Erlebnis mit Teilnehmerbeteiligung. Vielleicht ein Baustein zur „Mitmachkirche“