Wir sind hier, wir sind laut, weil man unsre Tränen klaut (Lk. 7,11-16)

„Nicht weinen!“ sagt Jesus im Predigttext für den kommenden Sonntag. Er sagt es zu einer Witwe, die ihren einzigen Sohn verloren hat. http://www.ekir.de/url/gHv

Nicht weinen, wenn alles aus den Fugen gerät, kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und die Bilder des Grauens sich tief einnisten? Wie kann da ernsthaft gefordert werden, dass keine Träne geweint werden darf? Ich höre die Rufe: „Nein zu Nain! Wie sind hier, wir sind laut, weil man unsre Tränen klaut.“

Ich könnte einstimmen, wenn es eine phantastische Geschichte seelsorgerlichen Versagens wäre. Beim ersten Lesen und vielleicht sogar beim zweiten mag sich diese Betrachtung einstellen. Dennoch ist ein Perspektivwechsel möglich:

Es gibt Worte, die aus Menschenmund gesprochen nur Unheil anrichten. Es gibt aber auch Worte, die allein dem überlassen sind, der alles ins Dasein rief.
Wenn er sie spricht dann geschieht’s. ER macht, dass die Gegenwärtigkeit des Todes uns nicht die Dankbarkeit für das Leben raubt.

Nain
foto: sxc.hu

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