Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weihnachten

Wie infantil ist Weihnachten?

„Weihnachten ist Katzenberger“. So könnte man den Artikel von Arno Kleinebeckel zusammen fassen. Dass sich jemand über das nicht zu seinem Lifestyle passendes Fest Luft macht ist nachvollziehbar, für manchen sogar verständlich. Und dass darin betont wird, dieses Fest habe in sich gleich mehrere „Schwindel“ zeigt ein Behüten diesem „Event Weihnachten“ irgendwie auf die Schliche zu kommen. Das finde ich zunächst einmal sympathisch. Und die These, dass das Fest ohne religiösen „Kontext“ auskommt wird dann richtig, wenn „religiös“ gegen „kirchlich“ ausgetauscht wird Nun ließe sich zu den vielen (teilweise auch theologisch angeschnittenen) Punkten einiges erwidern, ich möchte aber nur auf die Quintessenz des Artikels eingehen, die da lautet: „Das Wesen des Festes ist der infantile Ritus selbst, die Wiederholung des Immer-Gleichen. Mag auch sonst alles fraglicher geworden sein.“

Alle Jahre wieder…

Nichts brauchen wir dringlicher als das: Frieden auf Erden! Das wir uns an den Weihnachtstagen besonders bewusst, wenn wir die Friedensbotschaft des Weihnachtsfestes im familiären Frieden erleben, hören, feiern. Noch können die älteren unter uns von Weihnachtsfesten erzählen, die nicht in Friedenszeiten und Wohlstand gefeiert wurden. Sie erzählen uns von der Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit, von der Sehnsucht nach Frieden, der uns heute, hier bei uns, in unserem Land so selbstverständlich erscheint. Schmerzlich ist es da, dass die Botschaft des Weihnachtsfestes, die vom Frieden für alle Völker kündet von der Stadt ausgeht, die heute einem Gefängnis gleicht: Bethlehem ist heute fast vollständig von einer 8m hohen Mauer umschlossen. Die Bewohner dürfen die Stadt nur mit einer Ausnahmegenehmigung verlassen. Straft da die politische Realität die Friedensbotschaft aus Bethlehem nicht Lügen? Ist es da nicht verständlich, dass wir lieber von Bethlehem wegschauen als auf Bethlehem zu blicken? Nein, es ist gerade umgekehrt! Die Friedensbotschaft aus Bethlehem straft diejenigen Lügen, die behaupten, politische Realitäten müsse man als gegeben hinnehmen. Politische Gegebenheiten, selbst wenn sie uns auch noch so unerschütterlich und Ausweglos erscheinen, lassen sich …

Luthers Mann in Bethlehem

TV-Tipp am ersten Weihnachtsfeiertag im Bayerischen Fernsehen von 9.30-10.00 Uhr ein Portrait des evangelisch-lutherischen (palästinensischen) Pfarrers in Bethlehem. Mitri Raheb ist u.a. Preisträgers des Aachener Friedenspreises 2008.

Die Mär vom Christkind!

„Das Christkind – das sagt man den Kindern – bringt die Geschenke. Aber die Kinder sollten wissen, dass das ein Spiel ist.“ Eltern sollten den Kleinen daher sagen, dass in Wirklichkeit die Erwachsenen die Päckchen unter den Weihnachtsbaum legen. Das ganze rät ein Professor für Frühpädagogik. Und Theologe ist er dazu. „Es gibt kein Christkind und keinen Weihnachtsmann! Das machen alles die Eltern!“ Ich erinnere mich noch an einen Konfirmanden, der ganz fest ans Christkind glaubte. Den Artikel zum Nachlesen gibt es hier:

Bischöfe bloggen nicht

Diesmal kommt die gewohnte Schelte der Weihnachtspredigerinnen nicht vor, sondern nach dem Fest! Immerhin von einem, der wissen muss, wie brilliant geredet wird. Allerdings wäre schon zu fragen, ob mit der gleichen Argumentation nicht auch die Neujahrsansprache des Bundespräsidenten enorm viel zur Demokratieverdrossenheit beiträgt! Vielleicht hätte Herr W. Schneider besser daran getan einen Gottesdienst um die Ecke zu besuchen, oder einige Predigtblogs zu bewerten. Mal sehen, nächstes Weihnachten kommt die Leier über die schlechten Predigerinnen ja sowieso wieder….