Alle Artikel mit dem Schlagwort: Segen

Wünsch dir was aus Hebräer 13

„Wünsch Dir was!“ –ist immer beliebt. Nicht nur als erste interaktive Fernsehshow, auch an den Einkaufstheken der Republik wird stets gefragt, ob man sonst noch einen Wunsch habe. Auch Briefschlüsse enden meistens mit guten Wünschen, da macht der Predigttext für den morgigen Sonntag keine Ausnahme. Der Briefschluß des Hebräerbriefes endet  mit dem Wunsch, dass Gott an uns vollendet, was er in Jesus begonnen hat. Er erinnert an Tod und Auferstehung und daran, dass sich mit dem Geschick des Einen alles verändert hat. Dieses Geschehen zeigt, was das Gute ist, dass wir uns gegenseitig so oft wünschen. Und „das Gute“ versteht sich leider nicht von selbst. Deshalb ist es für uns stets schwierig Unterscheidungen zu treffen zwischen richtigem und falschem Verhalten. So ist der Wunsch am Schluss des Briefes zugleich eine Bitte, dass Gott in uns schaffe, was ihm gefällt. Wer sich selbst unter Druck setzt, und oft nicht zufrieden ist mit seinen Entscheidungen, wird diese Entlastung zu schätzen wissen. Dennis Skley via Compfight

1.Könige 19,1-8 Steh auf und iß

Manchmal ist es hilfreich sich Verzweiflungsgeschichten zu erzählen. Nicht um sich gegenseitig weiter das Leben schwer zu machen, sondern um an einen Punkt zu gelangen von dem aus es gelingt Veränderung herbei zu führen. Eine solche Geschichte wird am morgigen Sonntag „Okuli“ erzählt. Die Hauptfigur kann ihren Blick schließlich erheben, findet neuen Mut, geht gestärkt durch Gott zurück ins Leben. Zu Beginn der Erzählung ist es allerdings aus mit der Person. Durch eigenes Fehlverhalten musste sie sich auf die Flucht begeben. Wer wie ein gehetztes Tier lebt, hat bald keine Kraft mehr, sinkt mutlos in sich zusammen: „Es ist genug, so nimm nun Herr meine Seele.“ In tiefster Verzweiflung und größter Gefahr zweifelt der Mann Gottes an sich und ist in der Einsamkeit ausgeliefert. Er nicht in die Hände Gottes gefallen, sondern in seine eigenen. Darum möchte er, dass Gott ihn aus diesem Leben nimmt. Schließlich tritt er aber heraus aus seiner „Höhle“, denn die Zusage Gottes klingt nach basaler Aufforderung, wird aber als göttliches Segenswort gehört: „Steh auf und iß“. Manchmal schmeckt der Segen …

4.Mose 6,22-27

Er wird Euch bekannt vorkommen der Predigttext für den nächsten Sonntag. Denn in jedem Gottesdienst wird als Schlußsegen gesprochen. http://www.ekir.de/url/mE9 Gesprochen ist aber eigentlich zu wenig gesagt. Denn im Segen handelt Gott an uns: -Er tut das, indem er uns „behütet“, also vor Leben zerstörenden Mächten schützt, die uns jeden Tag treffen könnten und denen wir ohnmächtig und hilflos ausgesetzt sind. -Er tut das, indem er „sein Angesicht leuchten“ lässt und „gnädig ist“. Gott sieht uns als gut an, freundlich, nicht abweisend oder zornig. Er meint es gut mit uns auch dann, wenn wir allen Anlass geben, dass er es böse mit uns machen könnte. Das will er aber nicht. Denn so hat Beziehung keine Zukunft. Und auf Beziehung kommt es Gott wesentlich an, wenn er uns anschaut. -Er tut das, indem er sein „Angesicht auf uns erhebt“ und „Frieden“ schenkt. In hebräischem Denken umfasst dieser Frieden alle unsere Lebensbereiche; die zu den Menschen und die zur gesamten Schöpfung. Alles soll neu, alles soll miteinander in Kontakt bleiben. Dieser Segen wird uns zugesprochen. Und mit …

App Gottes

Bevor ich mich dem Präsesbericht vor der Landessynode 2010 widme, hier noch ein kleines Schmankerl aus der Sueddeutschen Zeitung: In der Print-Fassung ist der folgende Artikel eines angelikanischen Priesters, der Notebooks und Handys segnet mit „App Gottes“ überschrieben. In der Online-Redaktion hat man da wohl Angst vor Apple und der Verwendung des Begriffes „App“ für iPhone Anwendungen. Und es wurde daraus: „Vernetzt mit Gott“. Abgesehen davon ist nur anzumerken, dass der Segen nach jüdischem (und evangelischem) Verständnis allem Lebendem gilt. „Sachen“ (besonders Waffen!, aber auch Feuerwehrautos und Rettungswagen) können nicht gesegnet werden.