Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hoffnung

Offenbarung 2,8-11 Ihr seid Christen. Macht was draus.

„Keiner fällt ins Nichts. Setzt euer Vertrauen auf Gott. Er bringt durch den Tod ans Ziel. Nichts kann aus seiner Hand reißen.“ So soll der Predigttext für den kommenden Sonntag aus der Offenbarung Kapitel 2,8-11 klingen. Dass sich beim ersten Lesen ein anderer Eindruck ergibt, ist der Situation geschuldet in die der Text spricht: Die Adressaten waren ein kleines Häufchen am Rande der damaligen Gesellschaft. Die neu gegründete Stadt war reich, denn der Handel florierte. Die Christengemeinde aber war arm. Zudem stellte sich in der multireligiösen Umwelt die Frage nach dem eigenen Profil: Was genau heisst es, zu „Christus zu gehören“, „christlich“ zu leben? Zwischen Anpassung und Abgrenzung liegen Hürden, die genommen werden wollen und die oft schwierig genug zu nehmen sind. „Da kann man nichts machen“, lautet mitunter die mutlose Antwort. „Doch, man kann!“ sagt uns der Predigttext. Sogar, dann, wenn es ausweglos scheint. Wenn am Lebensende unsere Bekannten oder Freunde mehr oder wenig mitleidig die Schultern zucken. Gerade dann. Man kann immer etwas machen, weil Jesus keinen Spaziergang durchs Leben gemacht hat. Er …

Karfreitag

Asia – Philippines / Crucifixion, ursprünglich hochgeladen von Rudi Roels Wenn jemand zu Kreuze kriechen muss, hat das einen besonderen Grund. Im Mittelalter war es üblich, am Gründonnerstag und dem heutigen Karfreitag „zu Kreuze kriechend“ des Todes Jesu zu gedenken. „Zu Kreuze kriechend“ war durchaus wörtlich zu verstehen. Das kennen wir heute (wie so vieles) nur noch aus dem Film. Heute ist der blutigen Prozession dezente Trauer gewichen. Wenn überhaupt, denn längst ist Ostern beherrschender Aufmerksamkeit zugekommen. In Form von Frühlingsfest und Schokoprozession durch häusliche Gärten.

Bedrängnis und Hoffnung. Römer 5,1-5

Wenn die Spielräume eng werden, sieht  es oft nicht gut aus! Das gilt nicht nur für den Fußball, das darf im Jahr der WM aber angemerkt werden. Wenn die Spielräume eng werden und nicht jeder so aufspielen kann, wie er möchte, fallen oft Worte wie „kämpfen“, „beißen“, „dagegenhalten“ und nicht zuletzt, „so etwas ist nicht schön anzusehen“. Die Masse will „großes Tennis“ sehen, wie ein Bundesliga-Trainer es formulierte, Großes Tennis –auch im Fußball.

Erleuchtung paulinisch (Predigt 2.Kor.4,6-10)

2. Korinther 4. Kapitel, VV 6-10: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.“ Glänzende Worte, gewaltige Worte, schwere Worte, die der Apostel Paulus hier den Korinthern zumutet. Uns bleibt doch vor allem der Schluss des Predigttextes in Erinnerung. Sind wir wirklich die, die bedrängt sind, die, die leiden, die Verfolgung erleiden, unterdrückt werden.

Von Trauer und Hoffnung

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Das steht über der Todesanzeige von Robert Enke, neben einem großen Kreuz. Dieser Satz ist nicht vom Apostel Paulus, sondern von V. Havel. Manchmal wünsche ich mir von meiner Kirche, dass sie das Leid nicht nur als überwundenes kennt, sondern als etwas, das bleibt. Die Osterkirche, die den Tod verlacht kann nicht an dem Mann vorbei, der am Kreuz verloren hat. Dieser Mann am Kreuz war kein Gewinner. Er war vielmehr ein Verlierer. Er verlor sogar seinen Glauben. Er war nicht erfolgreich und er meinte nicht, dass sein Land es besser könne. An ihm kann man sehen, was Scheitern ist. Scheitern lernen dagegen können wir nicht. Es wird immer wieder Niederlagen im Leben geben. Hoffentlich keine, an denen wir zerbrechen! Der christliche Glaube kann helfen das Leben mutig und getrost anzugehen. Aber selbst Glaubende können verzweifelt und ohne Hoffnung sein. R. ENKE Die Trauerrede der Bischöfin wurde von vielen Menschen als tröstlich erlebt.

Jetzt ist die Zeit der Gnade, heut ist der Tag des Heils

9. November – Grenzöffnung Ursprünglich hochgeladen von Reniking Als ich vor 20 Jahren im Tübinger Hörsaal in der Christologie Vorlesung von E. Jüngel saß, und er die Vorlesung mit dem Wochenspruch begann, fand ich das unangemessen. Heute noch habe ich seine Sätze im Ohr, weil er sie sichtlich bewegt und voll Dankbarkeit vortrug. Heute verstehe ich den (ehemaligen Ost-) Berliner besser als damals! Und das Staunen über den Wochenspruch ist größer geworden.

Bella Italia!

Der nächste Italien Urlaub ist gerettet! Berlusconis umstrittenes Immunitätsgesetz ist aufgehoben, und Elias Bierdel freigesprochen worden. Gibt es Hoffnung für die italienische Demokratie?