Alle Artikel mit dem Schlagwort: Google

Die NSA hat sowieso unsere Daten…

… so oder ähnlich tönt es einem bisweilen entgegen, wenn man dieser Tage Argumente für die Datensouveränität liefert. Ein Beispiel: In einer Facebook Gruppe, die sich mit Kirche und Social Media beschäftigt tauchte die Frage auf, ob sich (für private Zwecke) nicht der Kalender von Google anbieten würde. Ich bin äußerst skeptisch, was die Einträge privater Daten in diesen Kalender angeht. Meistens fallen in diesem Bereich personenbezogene Daten an, die man/frau nicht gerade mit anderen teilen möchte. Abgesehen davon, dass der Besuch beim Kieferorthopäden kein weltbewegendes Ereignis ist, möchte ich dennoch nicht, dass jemand drittes weiß, welcher meiner Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit außer Haus ist. Spätestens bei Einträgen von Geburtstagen -wohl meistens mit Klarnamen und vielleicht sogar noch der Handynummer- dürfte offensichtlich sein, dass diese Daten bei Dritten nichts zu suchen haben. Anders verhält es sich mit öffentlichen Daten. Ich kenne Kirchengemeinden, die ihre Raumplanung mit dem Google Kalender bewältigen und teilweise sogar auf der Webseite ihrer Gemeinde veröffentlichen. Für diese Anwendung macht die googleeigene Anwendung durchaus Sinn. Als persönlicher, oder auch pfarramtlicher Kalender …

„Pfarrer geben Auskunft“

Wer eine Pfarrerin oder eine Pfarrer sucht, um eine Auskunft -etwa zu einer Taufe oder Trauung- zu erhalten, ist bei der zuständigen Kirchengemeinde vor Ort sicher an der richtigen Adresse. Verläuft die Auskunft nicht zufriedenstellend oder ist die Antwort lieblos, wendet man sich heute natürlich an die Suchmaschine seiner Wahl. Als ich einen Anruf aus 400 km bekam, war ich doch sehr überrascht. In der Tat war die Problemlage bei der genannten Amtshandlung vielschichtig. Auf die Frage, wie denn der Weg zu meiner Telefonnummer zu Stande gekommen sei, wurde geantwortet: „Ich habe ‚Pfarrer Auskunft‘ in google eingegeben.“ In der Tat führt die (ausgeloggte!) Suche zu einer sehr merkwürdigen „Restseite“ eines alten Internetauftritts von http://www.meckenheim-evangelisch.de Das ist unschön. Nicht etwa, weil das Design des PDF schon zu Erstellungszeit gewöhnungsbedürftig war, sondern vielmehr, weil die Suchbegriffe nicht zu einer wirklich tauglichen Auskunftsstelle der evangelischen bzw. katholischen Kirche führen. Für alle, die nach Informationen suchen, die bei den Kirchengemeinden vor Ort nicht zu bekommen sind, bietet sich an, entweder bei http://www.katholisch.de/ oder bei http://www.ekd.de nachzuschauen. Und wer überhaupt …

Digitalisierung der Gesellschaft

Ein wesentlicher Grund für zunehmende Unzufriedenheit mit politischem Handeln innerhalb unserer parlamentarischen Demokratie ist das Ausblenden der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die Herausforderungen vor der die politischen Parteien stehen ist nicht gering zu schätzen. Bislang scheint dieser Vorgang noch nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gefunden zu haben. Wahlerfolge der Piratenpartei werden als „Protest-Stimmen“ gedeutet, die eine diffuse Politikverdrossenheit zum Ausdruck bringen würden. Wie „das Internet“ „funktioniert“ wird als eine von IT-Fachleuten und Konzernen zu beantwortende Fragestellung verstanden. Dabei geht es um einschneidende, geradezu evolutionär anmutende Veränderungen moderner Gesellschaften. Für die Kirchen ist die Fragestellung einer Digitalisierung der Gesellschaft vor allem eine bedrohliche. „Virtualität“ steht für Phantasie-Welten und „Killerspiele“. „Das Internet“ stiehlt den Menschen eigentlich nur Zeit. Die Zeit, die sie aber dringend mit anderen „echten“ Menschen verbringen sollten. Dualistische Vorstellungen sind dem Christentum seit den Ursprüngen nicht fremd, bilden aber keine geeignete Grundlage der Frage nach der Digitalisierung der Gesellschaft angemessen zu begegnen. Es ist interessant an den Stellen im Vortrag von Prof. Kruse wo „Politik“ gesagt wird, „Kirche“ einzusetzen. Dann kann verständlich werden, dass „das Internet“ …

Twitter ist auch böse!

Kaum drückt man in einer Schnapslaune den „Retweet-Button“ auf Twitter und hat seine Beiträge auch noch in seinem Blog verlinkt, kann man sich vor Suchanfragen kaum retten. Als Motiv zur Suchanfrage ist Boshaftigkeit nicht auszuschließen, wenngleich im Fall des Außenministers schon einiges aufgewendet werden muss, um wirklich böse zu sein! So jedenfalls geht es mir mit einem Zitat aus den letzten Mitternachtsspitzen: Herbert Knebel brachte in seiner Rolle als Helmut Schmidt (in „Loki und Smoki“) das Zitat: „Wenn man einen Vollpfosten wie Westerwelle zum Außenminister macht, braucht das Volk nicht weniger, sondern mehr Alkohol.“ Der erste, der dieses Zitat twitterte war muehlenwind und sein tweet wurde 89 mal weiterverbreitet, u.a. auch von mir. Dass Twitter als Suchmaschine „Google“ (und die sind ja seit Street View auch böse) immer mehr abzulösen scheint, ist offensichtlich. Was ich mir zusätzlich wünschen würde wäre eine #hashtag Einbindung in den Fließtext von Blogs, dann könnte man diejenigen, die mit Kanonen auf Spatzen schießen (wie #westerwelle auf #hartzIV Empfänger) noch schneller und effizienter belangen. Dazu ist, neben den technischen Voraussetzungen, vor …