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Monika Bylicki und das gemeinsame Abendmahl

Man muss nur lange genug warten, dann wird´s auch was. Der zweite ökumenische Kirchentag hat im wesentlichen zweierlei verbreitet: Es gibt kein gemeinsames Abendmahl! Und: Margot Käßmann ist zurück: Sie ist der Star gewesen. Der Protestantismus braucht den Pop und das ist auch gut so. Wenn es um das gemeinsame Abendmahl geht und darin besonders um die Frage, wann es denn kommt, solle man vielleicht Monika Bylicki fragen. Nicht, weil sie Haushälterin eines katholischen Pfarrers ist, obwohl sie dazu bestimmt auch eine Meinung hat. Nein, die Frau kann nämlich warten! Seit 697 Jahren ist sie die erste Schützenkönigin ihrer Bruderschaft in Rheinbach (bei Bonn). Etwa so lange dauert das wohl mit dem gemeinsamen Abendmahl auch noch. Und das ist in etwa auch genauso wichtig wie die Nachricht über die Schützenkönigin. Irgendwann wird es kommen und die dabei waren werden den historischen Moment beschwören. Mir geht es da eher so wie Friederich Schorlemmer, der gar nicht von einem ökumenischen Kirchentag, sondern nur von einem „Christentreffen“ sprechen wollte. Ihm dauere das mit dem gemeinsamen Mahl entschieden zu lange. …

Abendmahl auf Ökumenisch?

Vor dem ökumenischen Kirchentag in München bewegt nicht nur die Frage, zu welchen Veranstaltungen Margot Käßmann erwartet wird die Öffentlichkeit, sondern auch, ob es ein gemeinsames Abendmahl geben können wird. Allerdings wird sich diese Erwartung so schnell nicht erfüllen. Denn der eigentliche Streitpunkt ist das unterschiedliche Verständnis vom „Amt“, sprich von Priestern und Pfarrern (und besonders Pfarrerinnen). Das hat der bayrische Landesbischof Johannes Friedrich in einem epd-Interview jüngst noch einmal bekräftigt: epd: Ein festgefahrenes Problem ist das gemeinsame Abendmahl. Friedrich: Da wird auch durch den Ökumenische Kirchentag keine neue Bewegung kommen. Nach katholischem Verständnis ist nur dann eine gemeinsame Eucharistiefeier mit Kirchen möglich, mit denen eine vollständige Kirchengemeinschaft besteht. Das Abendmahl wäre dann also der absolute Endpunkt der Entwicklung. Der Hauptunterschied liegt nach wie vor im unterschiedlichen Amtsverständnis: Der katholische Priester hat im Gegensatz zum evangelischen Pfarrer als geweihter Mitarbeiter des katholischen Bischofs einen anderen Stand als die Laien. Den kirchenfernen Leser dürfte erstaunen, dass