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Streichholz

Nicht müde werden. Erneuerung zulassen.

foto: sxc.hu „Was den Zustand der Welt angeht, sehe ich -ehrlich gesagt- schwarz. Besonders nach den Ereignissen im letzten Jahr. Und dieses Jahr ging es schon genauso weiter“ – entfuhr es einer Synodalen der #LS2016 bei der Kaffeepause. Der helle Schein, von dem der Predigttext für den kommenden Sonntag redet, ist ihr mehr als fraglich geworden. Wer wollte es ihr verübeln? Bringt die These des Apostels Paulus, dass „durch uns Erleuchtung zur Erkenntnis Gottes“ gesehen soll, nicht einen enormen Druck? Zumal es auch noch um die „Herrlichkeit Gottes“ geht, die wir doch eher vermissen, denn vollmundig bekennen? Der Abschnitt aus dem 2.Korintherbrief will aber zu Ende gelesen werden. So erfahren wir, dass die Herrlichkeit Gottes eben keine gleißend, strahlende ist, die alle Dunkelheiten vertreibt. Im Gegenteil! Die christliche Sicht auf die Erfahrungen in der Welt werden gedeutet mit Blick auf das „Angesicht Jesus Christi“. Und das ist zunächst eins von wenig Glanz. Entbehrung, Not und Leid liegen auf diesem Gesicht und wir „tragen das Sterben Jesu allezeit an unserem Leibe“. Wer, wenn nicht die Getauften, könnte …

Erleuchtung paulinisch (Predigt 2.Kor.4,6-10)

2. Korinther 4. Kapitel, VV 6-10: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.“ Glänzende Worte, gewaltige Worte, schwere Worte, die der Apostel Paulus hier den Korinthern zumutet. Uns bleibt doch vor allem der Schluss des Predigttextes in Erinnerung. Sind wir wirklich die, die bedrängt sind, die, die leiden, die Verfolgung erleiden, unterdrückt werden.