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Wir wollen „mehr“ werden in der „ekir“!

Ich kann das ständige „mehr“ nicht mehr(!) hören. Jetzt ist der Wahlkampf zu Ende. Und das Deutschland „mehr“ könne als in einer großen Koalition, ist in den ersten 100 Tagen der neuen Regierung auch gründlich widerlegt. Nun aber kommt meine Kirche  (Die evangelische Kirche im Rheinland) -neuerdings- auf den Trichter mit dem „mehr“.

Im neuen ekir.info in einem Bericht von der Landessynode 2010 heißt es: „Wir wollen mehr werden“. Angesichts des demographischen Wandelns eine echte Herausforderung.

Bei der Hoffnung der Vize-Präses, „dass Presbyterien ihre Gottesdienste daraufhin prüfen mögen, ob sie einladend und in Sprache und Vollzug verständlich sind“, wird es wohl bleiben. Die meisten Presbyterien finden sich und ihre Gottesdienste ok. Und die Pfarrerin/der Pfarrer hat das zu tun, was man ihr/ihm aufträgt.

Das presbyteriale System ist daher extrem unanfällig für Veränderung. “ Aber wenigstens das hat man im Landeskirchenamt begriffen.

„Missionarisch Volkskirche“ sein kommt mindestens 20 Jahre zu spät! Wachsen gegen den Trend („Kirche der Freiheit“) ist kirchlich unrealistisch. Wer gegen den Trend wachsen wird sind Freikirchen und Basis-Gruppen. Die nehmen (hoffentlich!) die auf, die von der Volkskirche anderes erwarten.

Eine gelungene Analyse gottesdienstlicher und pfarramtlicher Situation findet sich bei Karl-Otto Scholz. Darin findet sich auch der Satz: „Besondere Rückgewinnungsanstrengungen aber unternimmt die Kirche im Ganzen eher nicht. Dazu haben die Pfarrer auch keine Zeit, müssen sie ja den verbliebenen Gemeindemitgliedern eine attraktive Kirche bieten – und das ist schon schwierig genug. Die hohe Hürde bei Kirchenfernen zu überwinden, scheint fast unmöglich.“

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