Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tod

Titanic Cover zur Mißbrauchsdebatte

So schnell bin ich in meinem religiösen Empfinden nicht zu erschüttern. Vor zwanzig Jahren hab ich öfter das Magazin gekauft. Über gekreuzigte Frösche und „Madonna“ als Gekreuzigte habe ich vor einigen Monaten hier schon geschrieben, ohne die Aktionen als blasphemisch zu verbannen. Das aktuelle Titanic Cover geht (selbst) mir allerdings einen Schritt zu weit. Die „spritzende“ Wunde ist das Tüpfelchen auf dem „i“, das die ganze Karrikatur als-gar-nicht-mehr-zum-Schmunzeln erscheinen lässt. Ich empfinde das auch als einen Schlag in das Gesicht der Missbrauchs Opfer! Bei facebook sollte man dieser Gruppe beitreten. Und der anderen, damit man weiß, was die denken.

Karfreitag

Asia – Philippines / Crucifixion, ursprünglich hochgeladen von Rudi Roels Wenn jemand zu Kreuze kriechen muss, hat das einen besonderen Grund. Im Mittelalter war es üblich, am Gründonnerstag und dem heutigen Karfreitag „zu Kreuze kriechend“ des Todes Jesu zu gedenken. „Zu Kreuze kriechend“ war durchaus wörtlich zu verstehen. Das kennen wir heute (wie so vieles) nur noch aus dem Film. Heute ist der blutigen Prozession dezente Trauer gewichen. Wenn überhaupt, denn längst ist Ostern beherrschender Aufmerksamkeit zugekommen. In Form von Frühlingsfest und Schokoprozession durch häusliche Gärten.

Tote am Leben

Wieder einmal wird von einer für tot erklärten Frau berichtet. Ich muss bei solchen Berichten immer an Ostern denken. Daher „springen sie mich wohl an“, wie hier und hier.

Von Trauer und Hoffnung

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Das steht über der Todesanzeige von Robert Enke, neben einem großen Kreuz. Dieser Satz ist nicht vom Apostel Paulus, sondern von V. Havel. Manchmal wünsche ich mir von meiner Kirche, dass sie das Leid nicht nur als überwundenes kennt, sondern als etwas, das bleibt. Die Osterkirche, die den Tod verlacht kann nicht an dem Mann vorbei, der am Kreuz verloren hat. Dieser Mann am Kreuz war kein Gewinner. Er war vielmehr ein Verlierer. Er verlor sogar seinen Glauben. Er war nicht erfolgreich und er meinte nicht, dass sein Land es besser könne. An ihm kann man sehen, was Scheitern ist. Scheitern lernen dagegen können wir nicht. Es wird immer wieder Niederlagen im Leben geben. Hoffentlich keine, an denen wir zerbrechen! Der christliche Glaube kann helfen das Leben mutig und getrost anzugehen. Aber selbst Glaubende können verzweifelt und ohne Hoffnung sein. R. ENKE Die Trauerrede der Bischöfin wurde von vielen Menschen als tröstlich erlebt.

Australien ist hier!

Konnten wir letztens noch lesen: „Tote lebt!“ wähnten wir uns noch in Sicherheit. Wir sind nicht Australien! Nun passiert das ganze auch in Deutschland: „Totenschein für Lebendige“. Ist das ein Indikator für unseren Umgang mit dem Tod, der je älter wir werden, desto unspektakulärer wird? Oder ist es ein unmenschlicher, weil gewissenloser Umgang mit Gestorbenen?

Tote lebt!

Was sich erst wie eine Osterbotschaft liest, ist auf den zweiten Blick furchtbar tragisch und die Angst vieler vorm lebendig begraben werden scheint nicht gänzlich unbegründet. Einziger Lichtblick: Es passierte auf der anderen Seite der Weltkugel!

Karfreitag. Schluss, Ende, Aus. Johannes 19

Abschiedsszenen sind in der Regel schwierige Szenen. Das gilt nicht nur für Regisseure. Das gilt nicht nur im Film. Im richtigen Leben ist es meist noch schlimmer. Kein Bahnsteig, keine in die Nacht verschwindenden Rücklichter eines Zuges. Kein Flughafen, kein Abheben und davon fliegen zu einem neuen Leben. Stattdessen: Wohnungstüren, Krankenhausbetten, Friedhöfe, Leichenwagen. Unsere Abschiede sind nicht glamourös, dafür meist schmerzlicher: -Auch eine SMS mit dem Inhalt: „Schluss, Ende, Aus“ kann überaus schmerzlich sein, zerrinnen doch Träume, Hoffnungen, Lebenspläne in Sekunden. -„Ich kann nicht mehr mit dir leben, die Kinder bleiben bei mir“, das ist gar nicht so selten das schmerzliche Ende dessen, was vor Zeiten noch mit „ich will dich lieben und ehren“… begann. -Dann, wenn es zum letzten Abschied geht, fehlen erstaunlicher Weise keine Worte. Im Gegenteil: Viele Worte werden gemacht: „Das wird schon wieder, wenn du erst mal wieder zu Hause bist. Kopf hoch!“ Dabei ist nichts mit „Kopf- hoch-es-wird-schon-wieder“. Es wird eben gar nichts, außer es wird alles nur noch schlimmer, weil der Tod kommt und mit ihm das Ende all unserer menschlichen Möglichkeiten. Der Tod als …