Alle Artikel mit dem Schlagwort: synode

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Gezerre am Zipfel des Talars

Foto: Maik Meid Der Pfarrer* isst anders. Nämlich viel, weil es bei jedem Anlass etwas gibt. Mit Leib und Seele ist er außerdem bei der Sache, denn er wird dotiert und nicht nach Arbeitsleistung bezahlt. Deswegen wird auch erwartet, dass er einstecken kann. Nicht das Stück Kuchen beim Geburtstagsbesuch —obwohl auch das schon vorgekommen sein soll— sondern vor allem Kritik. Das Schicksal teilt er freilich mit Politikern*, Lehrern*, Journalisten* und allen anderen, die in irgendeiner Art und Weise „öffentlich“ ihren Beruf (ein evangelisches Wort!) ausüben. Dagegen ist rein gar nichts einzuwenden bis auf die Tatsache, dass man eigentlich über das demokratische System, Schule, irgendwas-mit-Medien und eben Kirche redet. Der Stammtisch kennt allerdings keine Systeme, sondern nur Personen, über die man sich überaus trefflich unterhalten. Manchmal braucht eine Synode auch einen Stammtisch. Nicht erst am Abend, sondern gleich im Plenum. Das heißt dann „Impuls Referat“ und der Redner* darf kräftig vom Leder ziehen. Tut er auch meistens, wie kürzlich auf der EKD Synode. Warum sich allerdings unter dem Titel „Herausforderungen für eine reformbereite Kirche“ banale Ratschläge wie …

EKD Synode 2014, 6.-12. November Dresden

Die kommende Synode der EKD vom 6.-12. November in Dresden ist für so manchen jetzt schon ein voller Erfolg. Denn das Schwerpunktthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ hat den einen oder die andere beflügelt, sich erstmals mit dem Thema eingehend zu befassen. Der Jugenddelegation, der es im letzten Jahr -quasi über Nacht- gelang das Thema auf die Agenda zu setzen, sollte zu Beginn der Synode ein großer Dank ausgesprochen werden. Zu denen, die sich erstmals gründlicher mit der Thematik befassten, gehört auch der Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister. Bisher gehörte er immer zu den schärfsten Kritikern der sog. „sozialen Medien“, denn dort herrsche ein „menschenverachtender Shitstorm“, der mit der Kommunikation des Evangeliums nicht vereinbar sein. Folgerichtig schloss er seinen Facebook Account und empfahl statt dessen „echte“ Kommunikation statt „virtueller“, „reale“ Freunde, statt „Facebook Freunde“. Offenbar hat der Bischof vor kurzem ein Damaskuserlebnis gehabt, denn auf evangelisch.de erschien kürzlich ein Artikel, der eine deutlich differenzierte Betrachtungsweise bietet. Zwar fallen immer noch die Worte „Shitstorm“, „Cybermobbing“ und auch Datenschutz rechtliche Bedenken werden angeführt, …