Monate: Dezember 2009

Bad Bank auf deutsch

„Bad Bank“ ist wohl kein guter Begriff für Banker. Und ein deutscher schon gar nicht. Dafür heißt die erste deutsche „Bad Bank“ nun „Erste Abwicklungsanstalt“. Ich erinnere mich, dass vor neunzehn Jahren, als ich in Leipzig studierte, Lehrstühle „abgewickelt“ wurden. Und Birgit Breuel von der „Treuhand“ wickelte marode DDR-Staatsbetriebe ab. Und nun der gleiche Begriff für die Auslagerung von faulen Kredit-Papieren? Auch noch im Jahr zwanzig des Mauerfalls? Ist das nun Geschichtsvergessenheit, oder handelt es sich hier gar um Fachsprache? Vielleicht wird der Begriff aber noch modernisiert und wir hören demnächst von der „Ersten Abwicklungsagentur“!

Die Mär vom Christkind!

„Das Christkind – das sagt man den Kindern – bringt die Geschenke. Aber die Kinder sollten wissen, dass das ein Spiel ist.“ Eltern sollten den Kleinen daher sagen, dass in Wirklichkeit die Erwachsenen die Päckchen unter den Weihnachtsbaum legen. Das ganze rät ein Professor für Frühpädagogik. Und Theologe ist er dazu. „Es gibt kein Christkind und keinen Weihnachtsmann! Das machen alles die Eltern!“ Ich erinnere mich noch an einen Konfirmanden, der ganz fest ans Christkind glaubte. Den Artikel zum Nachlesen gibt es hier:

Noch an zwei Adventssonntagen einkaufen, dann ist Schluss!

KaDeWe, ursprünglich hochgeladen von Miss Priti In Berlin haben an den kommenden Adventssonntagen die Geschäfte noch geöffnet. Im nächsten Jahr ist dann wieder geschlossen. Das ist gut so. Denn der Sonntag bleibt damit ein besonderer Tag. Der Adventssonntag allzumal. Der eigentliche „Skandal“, wie Bischof Huber das einst nannte, besteht darin, dass die Ökonomisierung aller Lebensbereich Vorfahrt hat gegenüber allen religiöse, kulturellen und sozialen Belangen. Hätte man erst einmal die Adventssonntage „geknackt“, wäre bald von einer generellen Sonntagsöffnung die Rede gewesen. Diese geht dann doch auf Kosten aller (nicht nur der Gottesdienstbesucher, sondern auch derjenigen, die ihre Kinder Sonntags zu Fussballspiel fahren). Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn die meisten großen Tageszeitungen die Rechtssprechung begrüßen.