Alle Artikel mit dem Schlagwort: Römerbrief.

Israel Sonntag in der Evangelischen Kirche im Rheinland

Der für den 10. Sonntag nach Trinitatis (24.8), den Israelsonntag, in diesem Jahr vorgesehene Predigttext steht in Röm 11,25-32. Vorsicht ist hier geboten, vor allem vor politischen Aktualisierungsversuchen. Schließlich ist es verdichtete theologische Rede des Paulus. Zudem hat sich im Luthertext noch ein verhängnisvoller Übersetzungsfehler eingeschlichen: Die „Verstockung“, die „einem Teil Israels widerfahren sei“, ist eigentlich eine „Schwiele“ bzw. ein „Starkwuchs bei einem Bruch“. Es handelt sich also nicht um einen negativen Vorgang, sondern um das Einsetzen eines Heilungsprozesses. Die betroffene Körperpartie wird durch die „Schwiele“ geschützt, damit das Leben weitergehen kann. Wir verweisen hier auf die Arbeitshilfe der ekir „So wird ganz Israel gerettet werden“- http://www.ekir.de/www/downloads/ekir2014arbeitshilfe_israelsonntag.pdf Sowie eine Kurzfassung unter: http://www.ekir.de/www/service/christen-und-juden-15878.php

Das Böse nimmt seinen Lauf in der menschlichen Freiheit.

Von ihren Anfängen an haben Menschen die tragische Erfahrung des Bösen gemacht und versucht, die Wurzeln zu erfassen und Ursachen zu erklären. Das Böse ist keine anonyme Macht, die in der Welt am Werk ist. Das Böse nimmt seinen Lauf in der menschlichen Freiheit. Diese Eigenschaft steht im Mittelpunkt des Bösen und geht ständig mit ihm einher. Es hat immer ein Gesicht und einen Namen: das Gesicht und den Namen von Menschen, die es aus freien Stücken wählen. Die Bibel sagt, dass am Anfang der Geschichte Adam und Eva sich gegen Gott auflehnten und Abel von seinem Bruder Kain erschlagen wurde. Das waren die ersten Fehlentscheidungen, auf die im Laufe der Jahrhunderte zahllose weitere folgten. Jede von ihnen hat, eine klare Verantwortlichkeit von Menschen. Wenn man nach seinen tieferen Bestandteilen sucht, wird man feststellen, dass das Böse letztlich bedeutet, sich der Notwendigkeit der Liebe zu entziehen. Das Gute hingegen erwächst aus der Liebe, zeigt sich als Liebe und richtet sich an der Liebe aus. Die Logik der christlichen Liebe drängt, konsequent zu Ende gedacht, sogar …