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Grenzen der Erkenntnis nach Martin Urban

Mit großem Vergnügen lese ich die Süddeutsche Zeitung. Auch unter der Rubrik „Wissen“ finde ich Interessantes aus dem Bereich Naturwissenschaft, das mir Fakten so erklärt, dass auch ich sie verstehen kann. Nun schreibt der ehemalige Leiter des Wissenschaftsressorts, Martin Urban, einen Artikel über Epistemologie mit dem Titel die „Grenzen der Erkenntnis“ Untertitel: „Wie das Gehirn die Wirklichkeit zu Weltbildern verzerrt“. Der Grundtenor dieses Beitrages lässt sich schnell zusammenfassen: Die Welt ist unendlich viel komplizierter als sie erscheint. „Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft seien mittlerweile so abstrakt geworden, dass man sie sich nicht mehr vorstellen“ könne. Die Religion dagegen ist für ihn ein einfaches System, das aus unsinnigen Dogmen besteht, die zu sinnlosen rituellen Handlungen führen. Religion solle sich damit abfinden, dass sie „nur“ im Kopf entsteht, so wie alle unsere Weltbilder. Ärgerlich ist die undifferenzierte Vermengung zwischen philosophischen, theologischen, und psychologischen Fragestellungen, die bunt durcheinander gewürfelt, schließlich beim Schamanismus endet. Es beschleicht einen der Verdacht, hier bewege sich jemand auf den Spuren der Verarbeitung eigener religiöser/konfessioneller Geschichte, ohne sich darüber Rechenschaft gegeben zu haben. Dass „Religion“ …