Pastorenstückchen

Blog eines Pfaffen

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Totes Baby zum Leben erweckt!

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In Australien soll eine Mutter ihr totgeborenes Baby durch streicheln ins Leben zurück geholt haben. Es war eine Zwillingsgeburt und eines der Babys hatte die Geburt nicht überlebt. Nach zwei Stunden des “Verabschiedens” hätte das Kind angefangen zu Atmen, berichtet die Mutter nun.

Baby Hand

foto: sxc.hu

Wir brauchen offenbar “Oster”-Erfahrungen für unser Leben. Wir wollen Hoffnung gegen den Tod. Sich eine Welt ohne Wunder vorstellen zu wollen ist unmenschlich!
Das ist nicht im Sinne von Katja Ebsteins “Wunder gibt es immer wieder” gemeint. Ich denke da eher an Geschichten wie diese: Markusevangelium Kapitel5 oder Lukasevangelium Kapitel 16 Vers 31 (Lk16,31)
Hätte Jesus zu der Mutter gesagt: “Dein Glaube hat dir geholfen?” (Lk8,48)

Neon schrift EXIL

foto: sxc.hu

Nach dem Tod von Christoph Schlingensief wird die Lücke, die er lässt sehr nur zu schnell deutlich.
Die Gestaltung des Deutschen Biennale-Pavillons 2011 in Venedig ist jetzt unklar.

“Seit vier Jahren lebt und arbeitet er mit dieser Krankheit, es gibt keinen Anlass, irgendwelche Zukunftsprognosen jetzt zu machen, und es gibt überhaupt keinen Anlass, von einem Plan B zu sprechen und jetzt diese Überlegungen anzustellen”, sagte die Kuratorin Susanne Gaensheimer noch im Juni diesen Jahres auf die Frage, ob es nicht an der Zeit sei über eine Alternative zu Schlingensief nachzudenken.
Die Kuratorin hat recht getan!
Denn der Tod fragt nie, ob wir einstimmen.
Er fragt nicht, ob und wann uns der Zeitpunkt recht ist.
Er hat uns auch in den letzten Jahren nicht danach gefragt, wie wir ohne solch einen Performer zurechtkommen werden.

Anders aber ist es mit Gott.
Gott fragt uns danach, ja er bittet uns, daß wir einstimmen.
Er bittet und wirbt um unser Vertrauen.
Aber er zwingt und nötigt uns nicht.

Gott bittet und wirbt um unser Vertrauen, wenn die Grundfesten unseres Lebens ins Wanken geraten sind.
Er wirbt um unser Vertrauen, weil er die Tiefe kennt. Er hat sich weit hinunter in die Tiefe begeben. weiter lesen

foto:sxc.hu

Liebe Gemeinde, es geht das Gerücht, ein Pfarrer aus der Provinz hätte angesichts dieses Predigttextes einen Brief an seinen Bischof geschrieben.
Einen Brief mit folgendem Inhalt:

„Liebe Bruder im Herrn, ich weiß nicht, was man mit der öffentlichen Lesung der Predigttexte erreichen will, wenn sie solchen Charakter haben, wie der im Epheser Brief im zweiten Kapitel vom vergangenen Sonntag.
Es handelt sich hier doch um einen Text, der ohne eingehende theologische Auslegung gänzlich unverständlich bleibt. Soll ich im Rahmen einer Predigt nun Unterricht in der christlichen Religion betreiben?
Das wäre doch wohl ein falsches Predigtverständnis, oder?
Ich finde solche lehrhaften, theologisch dichten Texte ungeeignet zur öffentlichen geistlichen Rede und bin nicht willens meine Gemeinde mit derartiger Dogmatik zu belasten.
Ich habe mich deshalb entschieden den Evangeliums Text vom Pharisäer und Zöllner zu predigen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Pfäfflein aus der Provinz….“ weiter lesen

Spritze Ampulle

foto: sxc.hu

Der King of Pop ist vor einem Jahr gestorben. Und Propofol wurde weltbekannt…

So schnell bin ich in meinem religiösen Empfinden nicht zu erschüttern.
Vor zwanzig Jahren hab ich öfter das Magazin gekauft.
Über gekreuzigte Frösche und “Madonna” als Gekreuzigte habe ich vor einigen Monaten hier schon geschrieben, ohne die Aktionen als blasphemisch zu verbannen.
Das aktuelle Titanic Cover geht (selbst) mir allerdings einen Schritt zu weit. Die “spritzende” Wunde ist das Tüpfelchen auf dem “i”, das die ganze Karrikatur als-gar-nicht-mehr-zum-Schmunzeln erscheinen lässt.
Ich empfinde das auch als einen Schlag in das Gesicht der Missbrauchs Opfer!
Bei facebook sollte man dieser Gruppe beitreten. Und der anderen, damit man weiß, was die denken.

Karfreitag

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Asia – Philippines / Crucifixion, ursprünglich hochgeladen von Rudi Roels

Wenn jemand zu Kreuze kriechen muss, hat das einen besonderen Grund. Im Mittelalter war es üblich, am Gründonnerstag und dem heutigen Karfreitag “zu Kreuze kriechend” des Todes Jesu zu gedenken.

“Zu Kreuze kriechend” war durchaus wörtlich zu verstehen.
Das kennen wir heute (wie so vieles) nur noch aus dem Film.
Heute ist der blutigen Prozession dezente Trauer gewichen.
Wenn überhaupt, denn längst ist Ostern beherrschender Aufmerksamkeit zugekommen. In Form von Frühlingsfest und Schokoprozession durch häusliche Gärten. weiter lesen

Tote am Leben

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Wieder einmal wird von einer für tot erklärten Frau berichtet. Ich muss bei solchen Berichten immer an Ostern denken. Daher “springen sie mich wohl an”, wie hier und hier.

Von Trauer und Hoffnung

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“Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Das steht über der Todesanzeige von Robert Enke, neben einem großen Kreuz. Dieser Satz ist nicht vom Apostel Paulus, sondern von V. Havel.

Manchmal wünsche ich mir von meiner Kirche, dass sie das Leid nicht nur als überwundenes kennt, sondern als etwas, das bleibt. Die Osterkirche, die den Tod verlacht kann nicht an dem Mann vorbei, der am Kreuz verloren hat. Dieser Mann am Kreuz war kein Gewinner. Er war vielmehr ein Verlierer. Er verlor sogar seinen Glauben. Er war nicht erfolgreich und er meinte nicht, dass sein Land es besser könne. An ihm kann man sehen, was Scheitern ist. Scheitern lernen dagegen können wir nicht. Es wird immer wieder Niederlagen im Leben geben. Hoffentlich keine, an denen wir zerbrechen!

Der christliche Glaube kann helfen das Leben mutig und getrost anzugehen. Aber selbst Glaubende können verzweifelt und ohne Hoffnung sein.


R. ENKE

Die Trauerrede der Bischöfin wurde von vielen Menschen als tröstlich erlebt.

Australien ist hier!

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Konnten wir letztens noch lesen: “Tote lebt!” wähnten wir uns noch in Sicherheit. Wir sind nicht Australien!

Nun passiert das ganze auch in Deutschland: “Totenschein für Lebendige”.

Ist das ein Indikator für unseren Umgang mit dem Tod, der je älter wir werden, desto unspektakulärer wird? Oder ist es ein unmenschlicher, weil gewissenloser Umgang mit Gestorbenen?

Tote lebt!

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Was sich erst wie eine Osterbotschaft liest, ist auf den zweiten Blick furchtbar tragisch und die Angst vieler vorm lebendig begraben werden scheint nicht gänzlich unbegründet.
Einziger Lichtblick: Es passierte auf der anderen Seite der Weltkugel!