Alle Artikel mit dem Schlagwort: Taufe

Jesaja 43,1 Worte, die verändern

Worte gibt es mehr als genug. Täglich begleiten sie uns. Dem Eindruck, dass sie immer mehr werden, können wir uns nicht entziehen. Oft jedoch laufen sie ins Leere oder wiederholen sich sogar. Worte, die verändern, die wären was. Die wären eine Kostbarkeit. Ein solches Wort findet sich in der Bibel, beim Propheten Jesaja: „So spricht Gott der Herr, der dich geschaffen hat und der dich gemacht hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Jesaja 43,1 Warum dieses Wort eine Kostbarkeit ist? Zunächst radiert es die Buchnummer aus. Bei Gott zählt nicht als wer/was ich geführt oder gebucht werde. Menschen als Nummern, das gibt es bei Gott nicht! Der Zugang und zu ihm geschieht einzig und allein aufgrund unseres Namens. Mit diesem Namen müssen wir uns aber nicht etwa bei ihm „anmelden“ und er fragt uns auch nicht nach unserem Passwort. Im Gegenteil: Die Kontaktaufnahme geht von ihm aus. Er ruft an. Er nennt dich bei deinem Namen und spricht dich als den an, …

Göttliche Betroffenheit

Gefühlsausbrüche haben Konjunktur. Betroffenheit, Wut, Trauer fallen einem augenblicklich eher ein, als Zuneigung, Zärtlichkeit oder gar Liebe. Vielleicht tut es da gut im Predigttext für den morgigen Sonntag auf einen göttlichen Gefühlsausbruch zu hören. Zweifelsohne können göttliche Gefühlsausbrüche auch zerstörerisch oder gar vernichtend sein. In Mt. 3,13-17 stellt sich dieser Gefühlsausbruch aber vollkommen anders dar: Zu dem aus dem Jordan steigenden Jesus von Nazareth und zu allen, die dabei stehen, sagt Gott: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Zärtlichkeit schwingt in diesem Satz mit. Blicke, die Eltern an Taufbecken haben, wenn sie auf den Nachwuchs schauen. Zum zärtlichen Blick kommt ein Zeichen: Die Taube, seit Alters her Symbol für Frieden und Versöhnung. Verständigung, mehr braucht es gerade nicht.

Clown Gottesdienst? Nur mit Hanns Dieter!

Holla, was es nicht alles an Gottesdiensten gibt! Von A wie Abendmahl bis Z wie Zielgruppengedöns. Dazwischen Twitter- und Tiergottedienste neben Trauung und Taufe. Bei allem gilt zu fragen, was dahinter steckt. Manchmal allerdings, steckt nichts dahinter, jedenfalls nichts geistreiches. So z.B. an einem Clown-Gottesdienst zu Weihnachten. Man muss die Ziele nur tief genug hängen: „Das Weihnachtsgeschehen wird durch das ungewohnte Auftreten eines Clowns und seine neugierigen Fragen neu und und anders verständlich.“ Ich nehme mit: Ronald McDonald hat jetzt auch seinen festen Platz in der Weihnachtsgeschichte gefunden. Er und der Weihnachtsmann ergänzen sich ausgezeichnet. Denn bekanntlich hält Essen und Trinken Leib und Seele zusammen: Was Coca Cola mit dem Weihnachtsmann geschafft hat kann Kirche mit Ronald MacDonald schon längst http://t.co/DCdvY41DqU #wtf #fb — knuuut (@knuuut) December 1, 2014 Darum: „Wir bitten Gott… Wir bitten Gott, den Allmächtigen, er möge uns behilflich sein: dass wir Weihnachten nicht wie Karneval feiern, dass wir das Wunder von Bethlehem nicht mit einem Musical plus Domführung plus Reeperbahn plus Hafenrundfahrt und Rhein in Flammen verwechseln, sondern dass wir die …

Ace Knute Simpson und Jesaja 43,1-7

Wenn Ace Knute Simpson getauft werden wird, bekommt er keinen Namen. Den hat er seinen Eltern zu verdanken. Bei der Taufe wird noch ein zweiter Name genannt, der weitaus wichtiger ist: Jesus Christus. In seinem Namen wird eine Verbindung hergestellt, die ein Leben lang und darüber hinaus gilt. Daran erinnert der kommende, 6. Sonntag nach Trinitatis, der als Taufgedächtnis gefeiert wird. Der Predigttext aus Jesaja 43 1-7 hat Worte Gottes an sein Volk zum Inhalt, die seine Beziehung zu dem im Exil lebenden Israeliten benennen: Erlöst sind sie und gehören zu Gott, denn Wertschätzung und nicht Furcht soll der Maßstab der Liebe sein. Gott geht mit, durch Feuer und Wasser, durch dick und dünn. Diese Worte über einen Tauferinnerungsgottesdienst zu setzen macht Sinn. Denn: Gott ruft uns bei unserem Namen, ob wir ihn mögen oder nicht. Darauf kommt es auch gar nicht an. Denn: „Durch die Taufe gehörst du zu mir“, sagt Gott. „Ich habe dich lieb! Du musst nichts mitbringen, nicht mal einen Namen, der allen gefällt.“