Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sport

Wenn die Eitelkeit siegt….

Man muss nicht alles kommentieren, aber manche Menschen haben einen Hang dazu zu allem und jedem ihre Meinung zu verbreiten. Vorallem Blogger (-, Gesamtgesellschaftliche Großereignisse wie die Fussball WM sollten jedoch als Rückzugsmöglichkeit zur Besinnung ernst genommen werden, gerade wenn der Focus der Berichterstattung nicht auf kirchliche Themen gerichtet ist. Stattdessen gibt der designierte Ratsvorsitzende der EKD ein peinliches Interview auf rp-online.de, in dem man etwas über die Torwart-Vergangenheit des ersten Mannes der Protestanten beim VFL Hüttenheim erfährt. Das interessiert mich ebenso wenig wie ein Tattoo bei Frau Wulf, oder dem Namen der Freundin von Joachim Gauck, der immer noch nicht von seiner Frau geschieden ist…. Wie gesagt, man muss nicht alles kommentieren (-;

Depression ist keine Schwäche, sondern eine Krankheit.

Telefonseelsorge verzeichnet nach Enke-Suizid mehr Anrufe berichtet das Hamburger Abendblatt. Offenbar setzen Prominente durch ihre Verhaltensweisen Veränderungsprozesse schneller in Gang, als alle Beratungsstellen mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit es je zustandebringen würden. Das ist für beide Seiten nicht gerade ermutigend. Promis stehen noch mehr mit ihrem Privatleben unter Beobachtung, gerade wenn sie der Meinung sind, dass ihr „Handicap“, „Schicksal“ es vielen Leidensgenossen mit ihrer Thematisierung leichter machen könnte. Und die Beratungsleute bohren oft jahrelang dicke Bretter, mit oft nur kleinen Erfolgen. Der Spagat zwischen verantwortunsvollem Öffnen und immer größer werdendem Voyorismus bleibt keinem erspart.

Von Weltmeistern und Doping-Sündern (Predigt über Lukas 18)

„Ich bin in der Form meines Lebens!“ Diesen Satz können Sie dieser Tage besonders oft hören, wenn Sportlerinnen und Sportler vor anstehenden Wettkämpfen nach ihren Chancen gefragt werden. Das gilt nicht nur für Leichtathleten, man könnte genauso gut Fussballer oder Radfahrer zitieren. „Ich bin in der Form meines Lebens“ das ist wohl ein Satz, den die Sportpsychologen zum Aufbau der mentalen Stärke offenbar als Mantra empfehlen, denn längst ist klar, das die physische Stärke der Athleten so eng beieinander liegt, dass das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Und wer will schon eine Niederlage? Wer will Platz 4 oder Platz 11? Wer will Fussball-Vize-Weltmeister sein? Da wandert gleich schon nach dem Empfang die Medallie in die Hosentasche! Wir (und vor allem wir als Zuschauer) wollen Sieger sehen! Möglichst noch sympathisch und nicht maulig.Noch besser gutaussehend und an der richtigen Stelle tätowiert, dann lässt sich richtig gut verdienen –und alle sind zufrieden. Bei der folgenden Geschichte, die Jesus seinen Hörern damals erzählt wird, müssen wir, damit sie heute so funktioniert wie damals, einen …

Lukas Podolski und Lukas 15,11-32

Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn ist wohl eine der bekanntesten. Davon zeugen zumindest die Überschriften in den großen Zeitungen. Der verlorene Sohn Podolski kehrt von München nach Köln zurück. Offenbar tut allen Beteiligten der Wechsel gut. Bleibt zu fragen, ob es gerechtfertigt ist, die biblische Parallele zu ziehen? Erinnern wir uns: Jesus erzählt: Ein Sohn will sich sein Erbe von seinem Vater auszahlen lassen und beschliesst loszuziehen und es sich gut gehen zu lassen. Als er alles verloren hat und ganz unten, bei den Schweinen, als Hirte sich verdingen muss, sieht er nur noch einen Ausweg: nach Hause zurüchzukehren. Der Vater freut sich über die Maßen, gibt ein grosses Fest und setzt seinen Sohn sogar wieder als Erben ein. Es reizt natürlich die Parallele mit den (Bayern-)Schweinen, auch wenn Poldi nicht nach Düsseldorf, sondern Köln zurückgeht. Aber ist das mit den Schlagzeilen wohl kaum gemeint. Offenbar steht das Bild des verlorenen Sohnes für jemanden, der, nach einem Aufenthalt in der Fremde, gut zu Hause aufgenommen wird. Damit ist die Aussage der Geschichte (oder für …