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Blauer Brief. Werde wach!

Dieser Brief ist keine Weihnachtspost. Keine lieben Grüße. Kein Dank für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr. Der Predigttext Offb.3,1-6 für den dritten Sonntag im Advent ist eher ein „blauer“ Brief an die Gemeinde in Sardes. Damit passt er allerdings zu dem kirchenjahreszeitlichen Thema, dass die Umkehr (Neuanfang, Buße) im Blick hat. Als „blauer Brief“ ist er so etwas wie ein Weckruf. „Werde wach und stärke das andre, das sterben will.“ Es ist nicht die Zeit zu sterben, sondern die Zeit Neues zu erwarten. In 13 Tagen ist es soweit. Wir zählen die Tage im Advent zielgerichteter. Denn: Gott kommt uns entgegen. Er führt uns in Leben und nicht in den Tod!Eine Kirche die aus dieser Hoffnung Kraft schöpft, kann nicht langweilig bleiben. Sie ist Botschafterin der Zuversicht und der adventlichen Freude. „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist dem Gemeinden sagt!“ Lebe! Sei nicht tot!

Siehe ich komme bald. Halte was du hast.

Schlüsseldienst gesucht! Beim Buch der Offenbarung ist eine Entschlüsselung der Texte noch dringender von Nöten als bei anderen biblischen Texten. Fehlt der richtige Schlüssel, liest man mehr hinein als heraus. Das gilt auch für den Predigttext des kommenden Sonntags aus Off.3,7-13. Der Seher Johannes erklärt der Gemeinde in Philadelphia wer den Schlüssel hat: Jesus Christus selbst. Er ist die Antwort auf die ungelösten Rätsel unseres Lebens und die offenbaren Schwächen. Damals sah die Gemeinde das Weltende mit der Wiederkunft Christi sehr nahe herbeigekommen. Sie sah dies allerdings nicht als Bedrohung, sondern als Erlösung an. Christus spricht: „Siehe, ich komme bald. Halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!“ Die Aufgabe der Gemeinde Jesu Christi –gestern wie heute- ist auf das Wort Gottes hören, und den Glauben bewahren. Dazu braucht es keine übergroße Kraftanstrengung. Im Gegenteil: Helden werden enttäuscht sein, welch kleines Zutrauen reicht, das Gott unter uns wirken kann.