Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rechtfertigung

Impulspapier

Medienkonzil

Man braucht zwar etwas Zeit, um das Impulspapier „Das Netz als sozialer Raum: Kommunikation und Gemeinschaft im digitalen Zeitalter“ im Netz zu finden. Jedenfalls wenn es um den Text geht. Der Hashtag #mk15 hilft aber weiter. Schließlich wird man mit einem Link zum Papier belohnt 🙂 Es „versteht sich als ein Beitrag aus evangelischer Perspektive, basiert aber zugleich auf der ökumenischen Denkschrift ‚Chancen und Risiken der Mediengesellschaft‘, sowie auf jüngsten Stellungnahmen der katholischen Schwesterkirche“ und ist durch die letzte Synode der EKD motiviert. Die hatte nämlich gefordert: „Wir müssen uns als evangelische Kirche verstärkt in den medienethischen Diskurs einbringen, der neben den technischen auch die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen beschreibt, um Privatheit und Öffentlichkeit in ein Freiheit förderndes Verhältnis zu setzen, das dem christlichen Verständnis der Würde des Menschen und seiner Verantwortung im Zeichen von Schuld und Vergebung entspricht.“ Bisher konnte ich nur die Einleitung („Von der Kunst, die instrumente der Freiheit zu bedienen“) lesen, diese macht jedoch Lust auf die fünf Kapitel: I.“Leuchttürme im Nebel. Vom Rauschen zum Verstehen“, II.“Selbstoptimierung und Gnade. Das vernetzte selbst“, …

Galater 2,16-21

Den Predigttext für den kommenden Sonntag findet ihr im Galaterbrief Kapitel 2,16-21: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“ – das Hohe Lied der eigenen Leistung gehört geradezu zum kanonischen Grundbestand des modernen Menschen. Wenn nun jemand daher kommt und sagt: „Ich lebe, doch ein anderer lebt in mir“, muss er bestenfalls damit rechnen als ein armes Würstchen betrachtet zu werden, das ge-lebt wird. Oder sich die Frage gefallen lassen: „Wie jetzt? Zombie, oder was?“ Was der Apostel Paulus hier skizziert, nennen Theologen „Rechtfertigungslehre“: Nicht die Erfüllung des (durch Mose gegebenen) Gesetztes, sondern der Glaube an den auferstandenen Christus befreit Menschen. Freiheit nicht durch eigenes Tun, sondern durch Gott geschenkten Glauben, das ist das entscheidend Neue. Martin Luther, als Wiederentdecker dieses Zusammenhangs, ist für manche der erste „moderne Mensch“, weil er seine eigenen gewonnenen Einsichten höher bewertete als die Lehrmeinung der Tradition. Nun muss es nicht mehr heissen: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht…“, sondern: Durch Christus, bin ich, was ich bin: Nämlich ein freier Mensch, der sich nicht selbst erfinden muss, weil er von Gott …