Alle Artikel mit dem Schlagwort: Periskop. ekir

Areopag und re: publica (acta 17,22-34)

„Franz stand mitten in Berlin auf der re:publica und sprach: Liebe Nerds, ich sehe, dass ihr das Netz in allen seinen Teilen sehr verehrt. Ich bin durch viele Sessions gezogen und fand eine Bühne auf der stand: Grundrauschen.Vielleicht hilft euch, wenn ich euch erzähle, wie ich dieses Grundrauschen verstehe: Es rauscht, weil Gott es so will. Er selbst wohnt nicht in Kirchen oder auf öffentlichen Plätzen. Er muss auch nicht von irgendwem herbeigeredet werden. Er, der uns WLAN, Wasser und Wein gegeben hat, ist empört. Jedem Menschen hat er Freiheit gegeben und den Forschergeist zu suchen, was glücklich macht. Wir sollen in allem Rauschen IHN spüren und finden, denn er ist jedem von uns so nahe wie das Heimnetzwerk. Durch IHN allein leben wir, ihm verdanken wir, was wir sind. Weil wir von IHM herkommen ist es doch Unsinn zu glauben, er ließe sich in Heiligenbildchen und Domen einsperren. Bisher wollen wir nicht wahrhaben, dass Gott und Grundrauschen etwas miteinander zu tun haben. Seit Gott aber Jesus von den Toten auferweckt hat, ist doch klar, …

Mehr als glücklich kochen Mt. 13, 44-46

Das Glück hat Konjunktur. Jedenfalls wenn es um die einschlägige Ratgeber Literatur geht. Bis hin zu „Glücklich Kochen mit Ayurveda“ ist alles dabei. Selbst der Titel „Gott macht glücklich“ ist verfügbar. Der Predigttext für den kommenden Sonntag http://www.ekir.de/url/FPk bringt zum Thema einen ganz eigenen Beitrag, durch zwei kleine Gleichnisse, die Jesus erzählt. Eines handelt von einem Schatz, das andere von einer Perle. Beim genaueren Hinsehen jedoch geht es um das Handeln des Kaufmanns und des Mannes auf dem Acker: Beide werden ergriffen. Mitten in ihrem Alltag. Ihr Herz schlägt höher, sie haben nur noch eins im Sinn: Das Glück, der Schatz, die Perle müssen gepackt und genutzt, gekauft, gehoben werden. Jesus spricht in diesen Gleichnissen vom „Reich Gottes“ und meint, dass Gott sich schon jetzt und hier finden lässt. Nicht erst am Ende der Zeit, sondern mitten unter uns ist dieser glückliche „Umstand“ „begreifbar“. Dafür setzen die Protagonisten im Gleichnis alles auf eine Karte. Aus heutiger Sicht würden wir urteilen, dass sie ihr Ziel geradezu fanatisch verfolgen. Richtig daran ist: Wenn Gott dem Leben plötzlich …

Joh.14,15-19 mit Wolfgang Petry

Ein gemischter Chor, 12 Männer und etliche Frauen, sitzt in Jerusalem in einem Hinterzimmer und singt Lieder von Wolfgang Petry. Ein Refrain hat es ihnen besonders angetan. Sie singen ihn immer wieder: „Verlieben verloren vergessen verzeihn verdammt war ich glücklich verdammt bin ich frei ich hatte doch alles alles was zählt aber ohne dich leben – jetzt ist es zu spät.“ Dies war der Anlass für den Evangelisten Johannes im Predigttext für den kommenden Sonntag http://www.ekir.de/url/JYp folgendes zu betonen: „Jesus lässt dich nicht zurück. Kein Grund zum Wehklagen. Nichts ist zu spät. Er ist nicht weg. Er ist hier, bei dir und er hat dir etwas dagelassen: Seine Anwesenheit! Sie tröstet, sie macht Mut, sie lässt leben.“ „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (V.19) – das ist kein Vermächtnis, sondern der Beginn eines Weges, der vertrauensvoll in die Zukunft blickt. Denn in Liebe hat alles begonnen und in ihr endet es auch. Gottes Geist zeigt und diese Wahrheit und macht uns zugleich ihrer gewiss.