Pastorenstückchen

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Hand Gottes?

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Flaggen Argentinien

foto:sxc.hu

Immerhin: Der Papst guckt kein Fußballspiel. Trotzdem drückt er uns die Daumen. Dass wir deswegen “den Papst in der Tasche haben” ist eine bemerkenswerte Äußerung des Boulevards.
Alle Kritik an den Kirchen vergessen!
Wenn es um das Siegen geht, weiß jeder, dass es ohne ein Quäntchen Glück, göttlichen Beistand oder sogar die “Hand Gottes”, nicht geht. Das Ereignis Fußball-WM zeigt, dass wir Wissen: WIr können noch so gut vorbereitet sein, auf das, was kommt. Letztlich haben wir es aber nicht in der Hand. Für die Lücke, die bleibt ist der “Fußballgott” zuständig. Für die Höhen und Tiefen in unserem eigenen Leben ist ein anderer Gott zuständig, weiter lesen

Heuschrecke Franz Münte

Foto: DerDaniel1 auf Flickr.com


“Der Spiegel” aus Hamburg geht mit kirchlichen Themen nicht gerade unvoreingenommen um. Dazu passt auch dieser Artikel im Panorama. Da steht u.a. zu lesen:

Eine Umfrage für manager magazin zeigt: Die katholische Kirche genießt in Deutschland noch weniger Vertrauen als Großbanken und Parteien. Und dem katholischen Oberhirten Robert Zollitsch wird weniger Wertorientierung zugetraut als Deutschbanker Josef Ackermann.

In dem Stil geht es dann weiter. Beim nächsten mal ist die Evangelische Kirche dann wieder der Bumann. Das ist Berichterstattung nach dem Motto: Irgendetwas negatives wird schon hängenbleiben.

Interessant ist, das der Ex-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann immer noch höchste Dignität in ethischer Orientierung zugestanden wird. weiter lesen

Bad Bank and Bad Pope

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Was sich die einen für den Finanzsektor wünschen, nämlich eine ”Sünderbank”, die alle faulen Kredite aufkauft, das ist nun für alle Gegener der Kirchen geschaffen worden! Der ”bad Pope”! Der ”schlechte Papst” zieht nun allen Zorn auf sich (vergessen ist das ”Wir sind Papst”) und deshalb werden nun alle Christen als reaktionäre,  undemokratische und antiaufklärerische, gestrige eingestuft.

Wenn ”die Kirche” im Kreuzfeuer steht gibt es keine Konfessionen mehr, dann ist die katholische Wunschvorstellung von Ökumene schon längst Wirklichkeit. Es existiert nur noch die eine ”römische” Kirche!

So fügt der Papst nicht nur der eigenen Kirche schweren Schaden zu, sondern zugleich allen anderen Kirchen, die oft genug als in seinem Schatten Segelnde wahrgenommen werden.

Anders als die ”Bad Bank”, die die anderen Finanzinstitute ”rein” waschen soll, tritt hier das genaue Gegenteil ein: ”Das Christentum” wird als eine Religion wahrgenommen, die nicht mehr in die Zeit passt, weil sich ihre Themen (Priorisierung der ”Einheit der Kirche” – vor – Vertretbarkeit mit rechtsstaatlichen Grundsätzen) nicht mehr mit der Gegenwart synchronisieren lassen. Der Glaubwürdigkeitsverlust des ”Stellvertreters Christi” trifft so letztlich alle Christenmenschen.

Wundern kann man sich über die Entscheidungen eigentlich nicht. Der, der früher als Kardinal noch Ratzinger hieß, war im Grunde schon immer ein Gegner des 2. Vaticanums. Und die Unterschrift unter dem Lehrverbot von Hans Küng und  Eugen Drewermann ist auch die des ehemaligen Präfäkten der Glaubenskongregation. Das wurde alles nur, während des Aufstiegs zum Popstar, vergessen. Ratzinger ist sich treu geblieben und keineswegs ein alternder Herr mit leichtem Hang zur Sinilität, wie einige meinen.

Die Sueddeutsche Zeitung gibt heute Ratschläge, wie die Kirchenmitgliedschaft gekündigt werden kann. Es werden auch diesmal wieder einige evangelische dabei sein, die des Papstes wegen austreten, wie seinerzeit Dagmar Berghoff.