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Predigt Ostersonntag Mt.28 „Er ist nicht hier“

Sie gehen los an diesem ersten Ostermorgen, wie an Allerheiligen, wenn wir die Gräber unserer Toten besuchen. (Mathäus 28,1-10) Da ist keine Freude im Herzen und Leichtigkeit im Schritt. Da ist vielmehr immer noch Trauer. In diese Trauer hinein: Ein Erdbeben, ein Blitz, ein gleißendes Licht. Wie schneeblind stehen sie da. Und auch die Wachen, die man aufgestellt hatte erschraken. Sie erschraken so sehr „als wären sie tot“. Da ist es wieder dieses Wort, das an dem Ostermorgen doch eigentlich keinen Platz mehr haben sollte, das aber dennoch die Anfangsszene bestimmt. Der Tod bekommt am Beginn der Ostergeschichte noch seinen großen Auftrtitt. Er wird nicht ausgeblendet. Es hat den Anschein, dass er sich mit seiner Macht und Dominanz noch einmal von seiner mächtigen Seite zeigen darf. Nein der Tod ist ganz gewiss nicht klein. Er kann zwar kleingeredet oder kleingeschwiegen werden, das lässt ihn aber ganz gewiss nicht weniger mächtig auftreten. So gesehen bringt das Evangelium ihn, de letzten Feind, von Anbeginn der Ostergeschichte an zunächst nicht als überwundenen, sondern zunächst als sehr wirkmächtigen vor …