Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ökumene

Telefonseelsorge für Muslime

Komme gerade von einer Veranstaltung in der über Islam und Christentum (wie immer) kontrovers diskutiert wurde. Es ist erschreckend wie über andere Religionen ge- und auch verurteilt wird. Statt dass für ein friedliches Miteinander der Religionen zu werben wird die Wahrheitsfrage in den Religionen zur alles entscheidenden Frage hochstilisiert. Auf der Strecke bleiben die Menschen, die nach Orientierung und Hilfe suchen! So ist es nur zur begrüßen, dass es nun auch eine TS (Telefonseelsorge) für Muslime gibt.

Thies Gundlach wird zum „angeschlagenen Boxer“!

Hektische Betriebsamkeit in der Ökumene! Schnelles Krisenmanagment und die Pressemitteilungen sind wieder positiv. Fragt sich nur um welchen (evangelischen) Preis? Kaum jemand scheint das Papier gelesen, geschweige denn ausgewertet zu haben. Kein Wunder, lag es doch nur ausgewählten Medienvertretern vor; und ist wohl nur durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt  (inzwischen aber hier veröffentlicht). Abgesehen davon, dass Bewertungen von Personen natürlich immer heikel sind, und auch nicht in Arbeitspapiere gehören, ist es ein sehr lesenswerte Analyse ökumenischer Beziehungen der letzten zehn Jahre. Inhaltlich gibt es die „langfristige Entwicklungen in der Ökumene … allerdings zutreffend“ wieder, muss selbst die offizielle Seite der EKD eingestehen. Bleibt noch die Sache mit dem „angeschlagenen Boxer“. Leider ein etwas unglücklicher Vergleich, weil man sich in der Kirche ja niemals (offiziell) prügeln darf. Aber liest man etwas genauer ist auch die evangelische Kirche ein „angeschlagener Boxer“: “ Wie ein angeschlagener Boxer wird die katholische Kirche schwanken zwischen öffnenden Gesten und ruppiger Abgrenzung, zwischen ökumenischen Einladungen und profilierender Abgrenzung. Da die evangelische Kirche dieses interne Ringen zwischen Profil und Öffnung ebenfalls sehr gut kennt, wird …

Angela Merkel die Protestantin.

Nun ist es also wieder soweit: Wahlkampfzeit, Zeit die Boxhandschuhe der Geschmacklosigkeiten, Halbwahrheiten und Diffamierungen auszupacken. CSU Landesgruppenchef Ramsauer attakiert (als Katholik!) die evangelsische Bundeskanzlerin wegen ihres „Zungenschlages“ in der Aufforderung an den Vatikan (den er heute besuchte), sich deutlicher vom Holocaustleugner Williamson zu distanzieren (das Thema ist eigentlich schon genug erörtert worden). Nun erscheint just ein Buch über die „Protestantin Merkel“ von einem römischen Autor (Volker Resing), der sich die Zeiten des rheinisch-römischen Katholizismus in der CDU zurückwünscht. Das Interview im Deutschlandfunk zur Vermarktung seines Buches ist wirklich sehr empfehlenswert, kann man sich die 9,90 dann doch sparen. Nur zur Erinnerung: Merkel hatte gesagt: „Es geht hier darum, dass von Seiten des Papstes und des Vatikans sehr eindeutig klargestellt wird, dass es hier keine Leugnung geben kann, und diese Klarstellungen sind aus meiner Sicht noch nicht ausreichend erfolgt.“ Resing findet dazu: „Ich denke sicher, dass in der Form und auch in der Art und Weise diese Kritik viele verstört hat und sie auch falsch war, ungeschickt war.“ Und faselt dann noch etwas von „Einkuschelbedürfnis“ der …

Bad Bank and Bad Pope

Was sich die einen für den Finanzsektor wünschen, nämlich eine “Sünderbank“, die alle faulen Kredite aufkauft, das ist nun für alle Gegener der Kirchen geschaffen worden! Der “bad Pope“! Der “schlechte Papst“ zieht nun allen Zorn auf sich (vergessen ist das “Wir sind Papst“) und deshalb werden nun alle Christen als reaktionäre,  undemokratische und antiaufklärerische, gestrige eingestuft. Wenn “die Kirche“ im Kreuzfeuer steht gibt es keine Konfessionen mehr, dann ist die katholische Wunschvorstellung von Ökumene schon längst Wirklichkeit. Es existiert nur noch die eine “römische“ Kirche! So fügt der Papst nicht nur der eigenen Kirche schweren Schaden zu, sondern zugleich allen anderen Kirchen, die oft genug als in seinem Schatten Segelnde wahrgenommen werden. Anders als die “Bad Bank“, die die anderen Finanzinstitute “rein“ waschen soll, tritt hier das genaue Gegenteil ein: “Das Christentum“ wird als eine Religion wahrgenommen, die nicht mehr in die Zeit passt, weil sich ihre Themen (Priorisierung der “Einheit der Kirche“ – vor – Vertretbarkeit mit rechtsstaatlichen Grundsätzen) nicht mehr mit der Gegenwart synchronisieren lassen. Der Glaubwürdigkeitsverlust des “Stellvertreters Christi“ trifft so …