Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nikolaus Schneider

Präses Nikolaus Schneider zur Ankündigung des Rücktrittes von Papst Benedikt XVI

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, erklärt zur Ankündigung des Rücktrittes von Papst Benedikt XVI. am heutigen Montag: „Die Ankündigung des Rücktrittes von Papst Benedikt habe ich mit großem Respekt zur Kenntnis genommen. In besonderer Weise denke ich an unser Zusammentreffen in September 2011 im Augustinerkloster zu Erfurt, wo Papst Benedikt an einer Lutherstätte die existentielle Frage Martin Luthers ,Wie bekomme ich einen gnädigen Gott‘ in eindrucksvoller Weise aufgenommen hat. Ich danke auch im Namen des Rates der EKD für alle theologischen Gespräche und Diskussionen. Dass Papst Benedikt, der im 86. Lebensjahr steht, von sich aus das Amt abgibt, empfinde ich als bewegend, und es erfüllt mich mit großem Respekt. Ich wünsche Papst Benedikt nun von ganzem Herzen erfüllte Jahre, die er ohne die Bürde des Amtes verleben möge. Dass Ämter nur auf Zeit wahrgenommen und dass man ab einem bestimmten Lebensalter von allen amtlichen Pflichten befreit ist, gehört zum Maß des Menschlichen. Es ist ein gutes Zeichen, dass Papst Benedikt dieses durch das Evangelium eröffnete Maß des …

Nikolaus Schneider zum Kirchentag in Dresden

Der Kirchentag in Dresden ist vorbei. Die Stimmen der Teilnehmenden waren voll des Lobes. Da liegt es nahe Bilanz zu ziehen. Auch der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland tut das. In einem Interview mit Matthias Dobrinski im Deutschlandfunk. Nikolaus Schneider wirkt angespannt. Dabei sind Dobrinskis Fragen sehr wohlwollend formuliert, bisweilen sind sie so, dass die Antwort bereits darin enthalten scheint und bloße Zustimmung schon als Antwort gelten kann. Wegweisendes dagegen hört man wenig. „Im Gespräch bleiben ist wichtig“ ist der Grundtenor von Schneiders Aussagen. Im Gespräch bleiben mit den Konfessionslosen in den östlichen Bundesländern (sie scheint es nur dort zu geben) ist wichtig. Ebenso wichtig ist es mit dem Verteidigungsminister im Diskurs zu stehen (durchaus „hier und da in Differenz, und das ist auch gut so“). Schließlich ist „man“ auch mit dem Papst demnächst in Erfurt im Gespräch, von dem man allerdings nicht zuviel erwarten soll, kein Wunder, denn der Zeitplan sieht kam mehr vor als das Protokoll erlaubt. Vom Jahr der Taufe erwartet Schneider einiges, denn diese sei das ökumenische Zeichen, welches sichtbarer …

Friedenskirche Meckenheim

Wer am Hasenfest hoppeln will, bitte!

Es zeugt von wenig PR-Geschick der Kirchen, vor den höchsten christlichen Feiertagen eine so schlechte Presse zu bekommen. Dabei hatte alles so gut begonnen: Sven Lehmann, Parteichef der Grünen in NRW, setzte sich dafür ein, dass die Regel geändert wird. Jeder solle den Karfreitag „nach seiner Fasson begehen. Es kann nicht sein, dass die Minderheit der Leute, die christlichen Glauben aktiv praktiziert, der Mehrheit vorschreibt, wie sie den Tag zu verbringen hat.“ Die Äußerungen Lehmanns konterte der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sehr geschickt: “Wer Feiertage ohne ihren prägenden Inhalt haben will, will sie am Ende gar nicht mehr. Denn ohne ihren prägenden Inhalt sind Feiertage verzichtbar.“ Und weiter: „Die Logik des Landeschefs der Grünen bindet Feiertagsgestaltung an die Zahl derer, die den Tag aktiv begehen. Wer dieser Logik konsequent folgt, müsste dann auch Feiertage wie den Volkstrauertag oder auch den 1. Mai abschaffen, weil nicht die Mehrheit der Bevölkerung zu Gedenkfeiern oder Mai-Kundgebungen geht. Bleibt zu befürchten, dass der Grünen-Chef in NRW als nächstes die Abschaffung des Tages der deutschen Einheit fordert, weil nicht die Mehrheit …

Predigt von Nikolaus Schneider zur Eröffnung der Fastenwoche 2011

Der derzeitige Ratsvorsitzende wird auf diesem Blog oft mit Kritik bedacht. Das soll nicht davon abhalten durchaus positives auch zu erwähnen. Seine Predigt zur Eröffnung der Fastenwoche 2011 finde ich deshalb erwähnenswert, weil sie im Horizont der Verantwortung vor Gott die Frage nach Schuld und Strafe eindrucksvoll stellt. Darum sei diese Predigt in Auszügen hier wiedergegeben: Die Passionszeit fordert uns heraus zu Solidarität mit jedem leidenden Menschen. Und so sind wir in diesen Tagen bei denen, die bei der Erdbebenkatastrophe ihr Leben verloren haben. Wir stellen wir uns an die Seite derer, die um ihre Angehörigen bangen, deren Hab und Gut vernichtet wurde. Und unsere Gedanken sind bei all denen, die als Helfer das Menschenmögliche tun, um Leben zu retten. Unsere Gebete gelten denen, die in diesen Stunden versuchen, die Folgen der Reaktorkatastrophe soweit es geht zu mindern. Im Evangelium, das wir eben hörten, wird Jesus gebeten, zu einer Katastrophe Stellung zu nehmen, die damals wohl viele bewegt hat. Die römischen Besatzungssoldaten hatten unter friedlich betenden Juden ein Blutbad angerichtet. Und für viele damals stand …

Präsesbericht auf der Landessynode der ekir 2011

Nikolaus Schneider hat seine Ausführungen zur Religionsfreiheit für seinen Bericht auf der Synode in Bad Neuenahr noch einmal überarbeitet: Bedrohte Religionsfreiheit Flucht und Vertreibung sind mit ethnischen Konflikten oder kriegerischen Auseinandersetzungen verbunden. Auch aufgrund von Hunger oder Naturkatastrophen ist Migration zu beobachteten. Mit großer Besorgnis ist vermehrt festzustellen: Verfolgung, Flucht und Vertreibung geschehen aus religiösen Gründen. Während in der Europäischen Union die freie Religionsausübung rechtlich verbürgte Praxis ist und sich die Gläubigen dem Säkularisierungsdruck stellen müssen, werden in einigen Ländern Afrikas und Asiens religiöse Minderheiten zunehmend von den Mehrheiten unterdrückt und verfolgt. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist bedroht! Das belegt die aktuelle Informationskampagne der Vereinten Evangelischen Mission eindrücklich. Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die aus religiösen Gründen bedrängt und verfolgt werden. In weltweiter Verbundenheit liegt uns die Situation der bedrängten und verfolgten christlichen Schwestern und Brüder besonders am Herzen. Aus Marokko hören wir von unbegründeten Abschiebungen, aus der Türkei, aus asiatischen und arabischen Staaten von massiven Einschränkungen der Religionsfreiheit und sogar von tödlichen Anschlägen. In der Silvesternacht wurden in Alexandria 21 koptische Christen und Christinnen …

Vom Kind infiziert?

Da erhalte ich vom Oberkirchenrat D. und dem Präses der rheinischen Landeskirche ein weihnachtliches Schreiben, dass in Form einer „Informationsbroschüre“ zum Konfirmandenunterricht gehalten ist oder in der neue Kirchengesetze ihre Verlautbarung finden. Bei ungefähr 2000 PfarrerInen im Rheinland mag das ein Tribut an die Kosten sein. Aber was ich das lese verschlägt mir die Sprache! Es ist von einem Kind die Rede, das „nach wie vor die Kraft besitzt, Menschen zu infizieren“. Nun möchten die meisten Menschen, gerade in dieser „weihnachtsmarktlastigen“ Zeit gar nicht infiziert werden. Und dieses Kind besitzt nun die Chuzpe -respektive Dynamis- es trotzdem zu vollbringen? Nun, ich nehme an, die Wortwahl des Infektes will gewiss provozieren. Das wollen die Rheinländer ja meistens! Aber hier geht der virale Schuss doch nach hinten los. Denn es geht weiter mit der Bemerkung: „Damit muss man -Gott sei Dank- bei diesem Weihnachtsgeschenk rechnen.“ SORRY! „Gott sei Dank“ erfreue ich mich im Moment noch mäßiger Gesundheit und es wäre im Interesse meines Dienstgebers, dass das auch bis zum 2.1.2011 so bleibt. Ich möchte gar nicht infiziert …

Arbeiterkind an der Spitze der EKD

Herkunft darf nicht über Bildung entscheiden, meint die evangelische Kirche in Deutschland. Das ist mehr als ein Lippenbekenntnis schließlich steht mit Nikolaus Schneider ein „Arbeiterkind“ an der Spitze des Kirchenbundes. Auch seine Vorgängerin Dr. Margot Käßmann ist ein „Arbeiterkind“. Den Karriere-Chancen in der Kirche tut das offenbar keinen Abbruch. Ob sich dieser „Trend“ durchsetzten wird bleibt abzuwarten. Mit Prof. Dr. W. Huber bekleidete immerhin jemand das Amt des höchsten evangelischen Repräsentanten, der auf gute akademische Bildung mehrerer Generationen zurückblicken konnte. Ob Hermann Gröhe Arbeiterkind ist, geht aus seinem Lebenslauf nicht hervor. Immerhin unterstützt er aber die Initiative arbeiterkind.de. Weil ein Arbeiterkind diese Zeilen schreibt, versichere ich hiermit ausdrücklich, dass ich weder das Amt des CDU-Generalsekretärs, noch den Ratsvorsitz in der EKD anstrebe! Es braucht auch bloggende Pfäfflein. (@meinesupervisorin: Pfäfflein ist keine Abwertung, ebenso sowie Arbeiterkind. „Warum glaubt mir armem Wurm eigentlich nie jemand etwas“…)