Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mut

Erfolg und Mißerfolg

Auch den Misserfolg loben. Mt.11-25-30

foto: sxc.hu Manchmal ist auch der Mißerfolg zu loben. Dazu gehört Mut. Wenn auch noch Weisheit abgewertet wird und Unmündigkeit als Gewinnerin erscheint, ist allerdings Stirnrunzeln angesagt. Erst recht, wenn die Empfehlung von Jesus selbst gegeben wird. Doch damit nicht genug: Der Evangelist Matthäus mag es gerne noch etwas spezieller. Nach einem kurzen Ausflug in die Gotteslehre (V27) folgt unvermittelt der sog. „Heilandsruf“ V28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ und die Einladung in der Nachfolge Christi Ruhe zu finden. Dabei kann der Evangelist auch zugespitzter formulieren. Was er eigentlich sagen will ist schon zwanzig Verse vorher zu finden: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden geheilt, Taube hören, Tote werden auferweckt, und den Armen wird ´Gottes` gute Botschaft verkündet.“ (11, 5) Noch griffiger formuliert das Markusevangelium: „Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird nicht hineinkommen.“ (10, 15) Die rettende Gegenwart Gottes in seinem Sohn erschließt sich nicht durch dessen geniales Gottesbewusstsein, sondern durch seine unumstößliche Bereitschaft alles von ihm zu empfangen. Wer empfängt, …

Pfingstsonntag Römer 8, 1-12

„Lasst euch nicht länger einreden, es seien die Zwangslagen in denen ihr steckt, die euch das Leben schwer machen. Seit Jesus Christus auferweckt wurde, hat er auch euch gezeigt, dass nicht alles den Bach runter geht und in der Katastrophe endet. Für euch als Christen gilt, dass ihr dafür nicht belangt werden könnt. Vor Gott nicht und auch nicht vor den Menschen. Denn wenn gilt, dass ihr euch voll und ganz auf Gottes Geist verlassen könnt, werdet ihr für die Gerechtigkeit und das Leben einstehen. Ihr seid nicht allein, sondern eure Geschwister leben aus derselben Zusage. Macht was draus, denn Pfingsten zeigt, dass alle, die sich auf Gott verlassen seine Töchter und Söhne sind. Gottes Geist macht Mut gegen die Angst.“ Falls ihr überprüfen wollt, ob das eine einigermaßen gelungene Paraphrase des Predigttextes für den morgigen Pfingstsonntag ist: http://www.ekir.de/url/3Tp EladeManu via Compfight

Joh.14,15-19 mit Wolfgang Petry

Ein gemischter Chor, 12 Männer und etliche Frauen, sitzt in Jerusalem in einem Hinterzimmer und singt Lieder von Wolfgang Petry. Ein Refrain hat es ihnen besonders angetan. Sie singen ihn immer wieder: „Verlieben verloren vergessen verzeihn verdammt war ich glücklich verdammt bin ich frei ich hatte doch alles alles was zählt aber ohne dich leben – jetzt ist es zu spät.“ Dies war der Anlass für den Evangelisten Johannes im Predigttext für den kommenden Sonntag http://www.ekir.de/url/JYp folgendes zu betonen: „Jesus lässt dich nicht zurück. Kein Grund zum Wehklagen. Nichts ist zu spät. Er ist nicht weg. Er ist hier, bei dir und er hat dir etwas dagelassen: Seine Anwesenheit! Sie tröstet, sie macht Mut, sie lässt leben.“ „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (V.19) – das ist kein Vermächtnis, sondern der Beginn eines Weges, der vertrauensvoll in die Zukunft blickt. Denn in Liebe hat alles begonnen und in ihr endet es auch. Gottes Geist zeigt und diese Wahrheit und macht uns zugleich ihrer gewiss.

Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2010

Da ist die Interkulturelle Woche gerade vorbei und weil sie bereits seit 1975 stattfindet ist sie nur in wenigen Köpfen präsent! Auch in Horst Seehofers Kopf, der genau weiß, wann er welche populistische Tonlage anstimmen muss. Er hält das ganze wahrscheinlich für eine Multi-Kul†i Reliquie der „Grünen“. Angesichts der unerträglichen Angriffe auf die erste (ja nicht wirklich bahnbrechende) Rede des Bundespräsidenten muss ernsthaft an der Regierungsfähigkeit so mancher Wortführer in einer „christlichen“ Partei gefragt werden. Diese sollten das gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche wenigstens zur Kenntnis nehmen, und daraufhin prüfen, ob sie als Richtschnur ihres politischen Handelns wirklich aus dem so oft zitierten „christliche-abendländischen“ „Wertekanon“ schöpfen. Ich habe eher den Verdacht, dass das eine ebenso floskelhafte Redewendung zu sein scheint, wie „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ (neuerdings nur noch „Demokratie“ genannt. Und wenn Minister von „parlamentarischer Demokratie“ reden ist äußerste Aufmerksamkeit geboten: Übersetzt heißt das nämlich: „Ihr kauft mir den Schneid nicht ab!). Angesichts dieser Umstände ist noch einmal an das Wort zur Interkulturellen Woche zu erinnern: „Die Frage nach der Zukunft bewegt jeden Menschen, nicht …