Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leiden

Mt4,11-11

Verlockungen Mt.4,1-11

Photo Credit: pshmell via Compfight cc Einfache Lösungen sind verlockend. Wie wäre es endlich dem Hunger auf der Welt ein Ende bereiten zu können? Oder endlich einen unumstößlichen Gottesbeweis liefern zu können? Oder besser noch: Die Herrschaft über die ganze Welt? So spricht der, der alles durcheinander wirft, ganz und gar diabolisch. Im Predigttext für den morgigen Sonntag schneidet Jesus den verlockenden Angeboten den Weg ab. http://www.ekir.de/url/Qfo Wer Gott ist, erfährt man nicht, wenn man Lebensversicherungen, Wundern und Machtphantasien hinterher läuft. Vielmehr ist er dort zu finden, wo Anfeindungen und Missverständnisse auf einen dunklen Leidensweg führen. Jesus nimmt dieses „Kreuz“ auf sich und zeigt so, dass Gott mitleidend, verstehend, heilend, liebend ist. Auch diese Lösung ist einfach. Aber nicht verlockend.

Was sagen die Leute, dass ich sei?

Mk. 8,31-38 „Wer sagen die Leute, dass ich sei?“

Photo Credit: Domen Jakus via Compfight cc Morgen früh gilt es sich auf gegensätzliches einzulassen. Draußen auf den Straßen ausgelassenes karnevalistisches Feiern, drinnen in der Kirche der erste Blick auf den Leidensweg Jesu. Die Frage, die Jesus seinen Jüngern stellt ist keineswegs heiteres Identitäten raten: „Wer sagen die Leute, dass ich sei?“ Es wird noch grundsätzlicher: „Was meint ihr?“ Gerne würde Petrus es hinausposaunen „Du bist der Christus“! Aber die Zeit ist noch nicht reif. Der Evangelist Markus macht noch ein großes Geheimnis um den Messias. Dieser muss erst noch „viel leiden und verworfen werden.“ Kein Wunder, dass die Jünger das nicht verstehen. Das versteht sich erst von Ostern her, wenn überhaupt. Denn was heißt es, wenn man das Leben verlieren muß, um es zu gewinnen? Offenbar durchkreuzt das Evangelium unsere Erwartungen. Neue Orientierung finden, den Blick auf das Wesentliche richten, klar sehen, Gott finden. Und: sich nicht von Gegensätzlichkeit irritieren lassen. Ihr müsst nicht morgen damit beginnen. Aber vielleicht Mittwoch? http://www.ekir.de/url/YZA

Lk. 22,31-34 zum Sonntag Invokavit

Im Überschwang der Gefühle kommen manchmal große Sätze über die Lippen. Einige schreiben sogar Geschichte z.B.: „Die Würfel sind gefallen“, „Ich bin ein Berliner“, „Heute wächst zusammen, was zusammen gehört“. Der Satz des Petrus: „Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen“ aus dem Predigttext für den kommenden Sonntag (LK 22,33) gehört nicht dazu. http://www.ekir.de/url/gwd Er tut es nicht, weil es anders gekommen ist. Weil ein anderer Satz an seine Stelle getreten ist und zu einem berühmten wurde: „Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst“ (V 34) Vollmundige Worte sollten deshalb nicht gleich unterbleiben. Im Gegenteil, sie gehören ausgesprochen, weil sie ernste Absichten und wahre Beweggründe nach außen tragen. Die Worte des Scheiterns jedoch, verdienen auch in die Geschichtsbücher aufgenommen zu werden. (Jüdisch-) Christlicher Glaube erzählt von Beginn an, dass Scheitern, Versagen, Ängste und Leiden nicht ausgespart werden, sondern ins Leben zu integrieren sind. Die Erzählung geht soweit, dass sie selbst vor Gott nicht halt macht. Leiden, Scheitern und sogar Tod …