Alle Artikel mit dem Schlagwort: Landessynode

Präsesbericht auf der Landessynode der ekir 2011

Nikolaus Schneider hat seine Ausführungen zur Religionsfreiheit für seinen Bericht auf der Synode in Bad Neuenahr noch einmal überarbeitet: Bedrohte Religionsfreiheit Flucht und Vertreibung sind mit ethnischen Konflikten oder kriegerischen Auseinandersetzungen verbunden. Auch aufgrund von Hunger oder Naturkatastrophen ist Migration zu beobachteten. Mit großer Besorgnis ist vermehrt festzustellen: Verfolgung, Flucht und Vertreibung geschehen aus religiösen Gründen. Während in der Europäischen Union die freie Religionsausübung rechtlich verbürgte Praxis ist und sich die Gläubigen dem Säkularisierungsdruck stellen müssen, werden in einigen Ländern Afrikas und Asiens religiöse Minderheiten zunehmend von den Mehrheiten unterdrückt und verfolgt. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist bedroht! Das belegt die aktuelle Informationskampagne der Vereinten Evangelischen Mission eindrücklich. Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die aus religiösen Gründen bedrängt und verfolgt werden. In weltweiter Verbundenheit liegt uns die Situation der bedrängten und verfolgten christlichen Schwestern und Brüder besonders am Herzen. Aus Marokko hören wir von unbegründeten Abschiebungen, aus der Türkei, aus asiatischen und arabischen Staaten von massiven Einschränkungen der Religionsfreiheit und sogar von tödlichen Anschlägen. In der Silvesternacht wurden in Alexandria 21 koptische Christen und Christinnen …

Landessynode 2010 Ergebnisse

Die Ergebnisse der Landessynode findet ihr hier. Neben dem Beschluss zu den Rechnungsprüfern, den ich ja in dem Artikel über Oikocredit angedeutet hatte, möchte hier nur auf den Jugendbericht verweisen und auf die überfällige Änderung im zentralen Auswahlverfahren aus familiären Gründen. Das ist schon mehr als peinlich: 2007 noch große Töne zur Familienpolitik spucken und dann Pfarrerinnen (meistens Frauen) in ein Auswahlverfahren stecken, in dem Sie beweisen sollen, dass sie über dem Kinderkriegen und -erziehen pfarramtliche Qualifikationen nicht verloren haben. Gut dass das nun ein Ende hat. Vielleicht ist das ja der neuen Frömmigkeitsrichtung der rheinischen Kirche zu verdanken: Wer missionarisch unterwegs ist (oder sein will), für den ist die Familie traditionell wichtig. So wichtig, dass er die Jugend auch schützen muss, vor den bösen „virtuellen Welten“, in die die Jugendlichen so gerne abtauchen. Da klingt mir das ganze doch zu sehr nach Hugo Chavez. Dabei ist das, was virtuelle Welt genannt wird, für Jugendliche im Umgang oft genauso selbstverständlich, wie telefonieren für „Erwachsene“. Da merkt man doch, dass Synodale (wie Abgeordnete im Bundestag) sehr …

Landessynode der ekir in Bad Neuenahr

„Am morgigen Montag gibt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, vor der Landessynode in Bad Neuenahr seinen jährlichen Präsesbericht ab. In dem „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ nimmt der Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche traditionell auch zu aktuellen theologischen, politischen und gesellschaftlichen Themen Stellung. So wird der 62-Jährige auch auf die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, die Armut von Kindern, Herausforderungen der Ökumene und die schwierige Finanzsituation vieler Kommunen und Kreise eingehen.Der Präsesbericht beginnt voraussichtlich um 11 Uhr. Mittags steht Nikolaus Schneider Journalistinnen und Journalisten zu seinem Bericht sowie zu den Themen der Landessynode Rede und Antwort. “ Heißt es in der der Mitteilung des Pressesprechers, der ekir. Ich bin gespannt, wie er sich angesichts des Widerstandes gegen die käßmannsche Neujahrspredigt positionieren wird.

Landessynode der EKiR 2009. Eine Begleitung/1/Präsesbericht

Wie fast immer beim Lesen der  ekir Pressemitteilung stößt es in mir sauer auf: Was will ich mit der Information, dass der Präses vor „30 Journalisten“ (hört, hört!!) einen vollkommen missverständlichen Satz sagt: „Das Totale gehört alleine Gott. Wirtschaft und Politik sind da begrenzte Bereiche.“ Das ganze sei eine Absage an Totalitarismus. So ist es hoffentlich gemeint, hat aber leider den -hoffentlich auch unerwünschten- Nebeneffekt theologisch vollkommen aus dem Rahmen der Gotteslehre zu fallen. Gott „gehört“ nicht das Totale, sonst wäre es zu seinen Akzidenzien zu rechnen. Da das trinitarische Gottesverständnis aber ernst macht mit der Feststellung, dass Gott „in Beziehung“ „ist“, steht ihm das „Totale“ sogar mehr als fern. Richtig betont steht es ihm sogar entgegen! Das trinitarisch- relationale Gottesverständnis korrigiert so alle Gottesvorstellungen, die ihn als Entität erscheinen lassen könnten. Weiter geht´s dann im Bericht: „Ich maße mir nicht an, für jeden Mann und jede Frau gültige Antworten für das Gelingen ihres Lebens zu geben. Eine Entscheidung darüber, inwieweit und worin ihr persönliches Leben als „gelungen“ zu bewerten ist, steht subjektiv nur den Einzelnen …