Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kirche und Sport

Leitkultur Sport

Kirche und Sport sind eigentlich zwei Welten, die nicht zusammenpassen. Das wird auch wiedereinmal im „Chrismon-Artikel“ der Februarausgabe deutlich. Auch wenn die Beobachtungen der ständigen Ökonomisierung den Sport besonders erfasst hat, ist das nicht „dem Sport“ anzulasten. Leider wird auch nicht differziert zwischen „Leistungssport“-(industrie) und „Breitensport“. (Das dieses Verhältnis in einer tiefen Krise steckt, zeigt die aktuelle Debatte zwischen Oliver Bierhoff und dem DFB). Der „Breitensport“ ist seit der Aerobic-Welle in den 80er Jahren (auch außerhalb der Vereine) ständig gewachsen. Das ist doch eine begrüßenswerte Entwicklung. Der oft kritisierte „Körperkult“ ist außerdem längst vorbei. Wer heute Marathon läuft geht nicht selten zum Yoga. „Spiritualität“ und Körperempfinden kommen in der „Wellnes-Welle“ zusammen. Das ganze ist natürlich auch Milieu bedingt. Die zitierte Lidl-Kassiererin und der VW-Bandarbeiter waren auch in den hochgelobten 70er Jahren selten beim Sport anzutreffen. Zudem ist gemeinschaftliches Sporttreiben mehr als nur etwas körperliches. Oft leistet der Sport genau das, was die Kirche leisten sollte, nämlich Identitätsstiftung und Vergemeinschaftung. Und um im Basislager anzukommen bedarf es meist schon einer gesunden Portion Fitness…

Lukas Podolski und Lukas 15,11-32

Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn ist wohl eine der bekanntesten. Davon zeugen zumindest die Überschriften in den großen Zeitungen. Der verlorene Sohn Podolski kehrt von München nach Köln zurück. Offenbar tut allen Beteiligten der Wechsel gut. Bleibt zu fragen, ob es gerechtfertigt ist, die biblische Parallele zu ziehen? Erinnern wir uns: Jesus erzählt: Ein Sohn will sich sein Erbe von seinem Vater auszahlen lassen und beschliesst loszuziehen und es sich gut gehen zu lassen. Als er alles verloren hat und ganz unten, bei den Schweinen, als Hirte sich verdingen muss, sieht er nur noch einen Ausweg: nach Hause zurüchzukehren. Der Vater freut sich über die Maßen, gibt ein grosses Fest und setzt seinen Sohn sogar wieder als Erben ein. Es reizt natürlich die Parallele mit den (Bayern-)Schweinen, auch wenn Poldi nicht nach Düsseldorf, sondern Köln zurückgeht. Aber ist das mit den Schlagzeilen wohl kaum gemeint. Offenbar steht das Bild des verlorenen Sohnes für jemanden, der, nach einem Aufenthalt in der Fremde, gut zu Hause aufgenommen wird. Damit ist die Aussage der Geschichte (oder für …