Alle Artikel mit dem Schlagwort: Käßmann

Arbeiterkind an der Spitze der EKD

Herkunft darf nicht über Bildung entscheiden, meint die evangelische Kirche in Deutschland. Das ist mehr als ein Lippenbekenntnis schließlich steht mit Nikolaus Schneider ein „Arbeiterkind“ an der Spitze des Kirchenbundes. Auch seine Vorgängerin Dr. Margot Käßmann ist ein „Arbeiterkind“. Den Karriere-Chancen in der Kirche tut das offenbar keinen Abbruch. Ob sich dieser „Trend“ durchsetzten wird bleibt abzuwarten. Mit Prof. Dr. W. Huber bekleidete immerhin jemand das Amt des höchsten evangelischen Repräsentanten, der auf gute akademische Bildung mehrerer Generationen zurückblicken konnte. Ob Hermann Gröhe Arbeiterkind ist, geht aus seinem Lebenslauf nicht hervor. Immerhin unterstützt er aber die Initiative arbeiterkind.de. Weil ein Arbeiterkind diese Zeilen schreibt, versichere ich hiermit ausdrücklich, dass ich weder das Amt des CDU-Generalsekretärs, noch den Ratsvorsitz in der EKD anstrebe! Es braucht auch bloggende Pfäfflein. (@meinesupervisorin: Pfäfflein ist keine Abwertung, ebenso sowie Arbeiterkind. „Warum glaubt mir armem Wurm eigentlich nie jemand etwas“…)

Komm zurück Margot!

Dass die ehemalige Ratsvorsitzende Margot Käßmann aus den USA ihre Erfahrungen auf evangelisch.de bloggt findet in der Presse hohen Anklang. Nicht nur dass sie schreibt, sondern besonders wie sie schreibt hinterlässt offenbar bleibenden Eindruck. Sie ist nach wie vor das menschliche Gesicht des deutschen Protestantismus. Und medial präsenter als ihr Nachfolger im Amt Nikolaus Schneider. Während Käßmann ein sympathisches und bemerkenswertes Interview in der Zeit gibt, gibt es ein nicht sehr professionelles Interview mit ihm zum Thema „Neue Medien“ (Tenor: Man darf die Menschen nicht überfordern). Während Käßmann bloggt liest man dort sehr viel kritisches, vor allem, wenn es um das Thema „Geschwindigkeit“ geht. (Ich frage mich manchmal, ob wir die Menschen in unseren Gottesdiensten nicht eher mit dem „nicht-singbaren“ Wochenlied überfordern…) Gleichzeit sieht Schneider, dass das Netz auch „in der klassischen Frauenhilfsstunde“ bald eine große Rolle spielen wird, und auch unsere Gremienarbeit sich im Netz abspielen wird. Gut, wenn wir den sarrazinschen Betrachtungszeitraum auf die nächsten 120 Jahr legen, könnte das durchaus angehen… Die kirchlichen Realitäten sehen anders aus: -nein, keine Aufzählung, das wäre …

„Angeschlagener Boxer“ wieder auf den Beinen

Nachdem der EKD Oberkirchenrat Thies Gundlach die katholische Kirche einst mit einem angeschlagenen Boxer verglichen hatte, der von einer Ecke in die andere taumele, musste er selbst einige Zeit am Boden verbringen. Nun ist er wieder aufgestanden und wird Vize Chef des Kirchenamtes. Auch wenn es einen Krisengipfel brauchte um die Wogen wieder zu glätten, nun ist alles wieder im Lot, schließlich ist er nicht über eine rote Ampel gefahren. Und außerdem steht er nicht in der ersten Reihe, wie einst Margot Käßmann oder neuerdings Nikolaus Schneider. Schön, dass seine Qualitäten sich durchgesetzt haben. An der Analyse der ökumenischen Situation

Nina Hagen auf Bibel TV! Noch jemand für die Köhler Nachfolge!

Nina Hagen entwickelt sich immer mehr zur Glaubenskämpferin. Nun ist sie gar für Bibel TV im Einsatz. Wenn das so weitergeht wird sie bald noch als Nachfolgerin für Margot Käßmann gehandelt, die von der SPD sogar für die Köhler Nachfolge vorgeschlagen wurde. Ich räume der ehemaligen Ratsvorsitzenden allerdings keine großen Chancen ein. Eher ist es wohl so wie kopfzeiler.org sagt, dass Richard Schröder nicht zu vergessen ist. Darüber würde ich mich sehr freuen. Er wäre mit Sicherheit jemand, der in der augenblicklichen Situation die richtigen Akzente setzten könnte.

Geheimnisverrat?

oeku7080_Bildgröße ändern, ursprünglich hochgeladen von Rolf K. Wegst Die Staatsanwaltschaft ermittelt also wegen Geheimnisverrat im Fall Käßmann, weil nicht klar ist, wie Informationen über ihre Straftat an die Bildzeitung gelangten. Ich habe auch schon Verschwörungstheorien vernommen, die davon ausgehen, dass es kein Zufall gewesen sein könnte, dass sie 400 m von ihrer Wohnung entfernt gestoppt wurde. Es hilft doch alles nichts. Nicht auszudenken, was noch alles geschrieben (und gedacht) worden wäre, wenn sie an ihrem Amt geklebt hätte, wie so mancher Volksvertreter…

Kanzelabkündigung zum Käßmann Rücktritt

In der Hannoverschen Landeskirche wird am heutigen Sonntag (Reminiscere, „Gedenket“) folgende Kanzelabkündigung verlesen. Das klingt fast wie nach „Nachruf“ und zeigt, welche Hoffnungen auf ihrem Ratsvorsitz lagen. Je unübersichtlicher und bedrohlicher die Zeiten, desto höher die Erwartungen an die Amtsträger. Beachten wir nur, was aus den „messianischen“ Erwartungen an den amerikanischen Präsidenten Obama geworden ist… Die Abkündigung im Wortlaut: „Am vergangenen Mittwoch ist Dr. Margot Käßmann von ihrem Amt als Landesbischöfin und als Vorsitzende des Rates der EKD zurückgetreten. In ihrer Erklärung räumte sie ein,

Nikolaus Schneider wettert gegen Westerwelle

Ein ganz passables Interview von Nikolaus Schneider in seiner Funktion als stellvertretender Ratssvorsitzender der EKD. Am Ende wird er sogar richtig gut, als er gegen Westerwelle und die Dekadenz-Debatte Stellung bezieht. Wörtlich:  „Da fällt einem ja nun gar nichts mehr zu ein!“  Erst recht nicht, wenn Westerwelle in der heutigen Bundestagsdebatte „Öl ind Feuer“ gießt. Der Außenminister sollte wegen seiner gesellschafts spaltenden Haltung zurücktreten. Aber es sieht sowieso so aus, als würde Angela Merkel von langer Hand was planen… Recht hat er, der Präses!