Alle Artikel mit dem Schlagwort: israel

Israel Sonntag in der Evangelischen Kirche im Rheinland

Der für den 10. Sonntag nach Trinitatis (24.8), den Israelsonntag, in diesem Jahr vorgesehene Predigttext steht in Röm 11,25-32. Vorsicht ist hier geboten, vor allem vor politischen Aktualisierungsversuchen. Schließlich ist es verdichtete theologische Rede des Paulus. Zudem hat sich im Luthertext noch ein verhängnisvoller Übersetzungsfehler eingeschlichen: Die „Verstockung“, die „einem Teil Israels widerfahren sei“, ist eigentlich eine „Schwiele“ bzw. ein „Starkwuchs bei einem Bruch“. Es handelt sich also nicht um einen negativen Vorgang, sondern um das Einsetzen eines Heilungsprozesses. Die betroffene Körperpartie wird durch die „Schwiele“ geschützt, damit das Leben weitergehen kann. Wir verweisen hier auf die Arbeitshilfe der ekir „So wird ganz Israel gerettet werden“- http://www.ekir.de/www/downloads/ekir2014arbeitshilfe_israelsonntag.pdf Sowie eine Kurzfassung unter: http://www.ekir.de/www/service/christen-und-juden-15878.php

Jochen Vollmer im deutschen Pfarrerblatt

Zur Zeit wird ein Artikel im deutschen Pfarrerblatt heftig angefeindet. Hier eine kurze Einschätzung zur Problematik: Ich teile die Meinung des Autors nicht. Dennoch kann es m.E. nicht angehen eine Meinungsäußerung (noch dazu in einem Printmedium einer „Splittergruppe“) zur Chefsache des Ratvorsitzenden erklären lassen zu wollen. Wir diskutieren viel (auch theologischen) „Mist“ z.B. von Alt-Bischöfen, aber beim Israel Thema sollen alle plötzlich einer Meinung sein? Bedenklich finde ich, dass nur laut genug „rheinischer-Synodalbeschluss von 1980“ gebrüllt werden muss um den vermeintlichen „Gegner“ zum Schweigen bringen zu wollen. Das ist im Rheinland schon der Fall, wenn die Barmer Theologische Erklärung wie das Weihnachtsevangelium des Lukas zitiert werden kann, obwohl es EKDweit theologisch strittig ist, ob diese Erklärung den Rang einer reformatorischen Bekenntnisschrift hat. Eine ähnliche Entwicklung sehe ich, wenn es um die Kritik am Synodalbeschluss „Christen und Juden“ geht. Vielleicht bin ich da als reformierter und rheinischer Pfarrer etwas zu kleinlich. Aber ich finde der Präses sollte so mit dem Text umgehen, wie mit einigen Texten der evangelischen Allianz oder Gruppen, die eine Judenmission befürworten: Nicht erwähnen oder kommentieren! …