Alle Artikel mit dem Schlagwort: internet

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg aus Facebook?

Photo Credit: Visual Content Flickr via Compfight cc Stichworte zum #bckirche am 24.9.2016 in Köln: Werbung, Tracking, Targeting -Sind notwendig, weil wir nicht mit Geld, sondern mit Daten bezahlen wollen. -Sind bequem, weil wir Angebote, Nachrichten, Trends gerne personalisiert nutzen. Tracking findet auch dann statt, wenn man nicht eingeloggt ist. -Daher sollte man einen Browser nur für Facebook „reservieren“ und einen anderen für „normales“ Surf-Verhalten nutzen. Das ist unkomfortabel, aber zweckmäßig. -Die Weitergabe der Mobilfunknummer durch Whatsapp an Facebook ist mehr als eine AGB Änderung. -Firmen werden in die Lage versetzt eindeutig personalisierte Werbebotschaften abzusetzen. -Das gilt folglich auch für das Targeting auf Fremdwebseiten. -Mobilfunkanbieter wollen ebenfalls am Datenbusiness teilnehmen und z.B. Standortdaten verkaufen(z.B. Telefonica). -Zusätzlich werden Mobilfunkdaten mit soziodemographischen Daten angereichert (z.B. Zeotap) . Ergebnis: Beim Gang durch die Fußgängerzone werden in Zukunft keine Rabatt-Anzeigen mehr zu sehen sein, stattdessen Push-Nachrichten auf das Handy mit Produkten, die uns Kunden garantiert interessieren und die wir eher zu kaufen bereit sind. Die offene Kommunikation im Internet ist bedroht, weil es unmöglich geworden ist sich anonym/pseudonym im …

IT-Strategie in der ekir

Am 3.4.2014 wurde im Haus der Kirche in Bonn eine „Uraufführung“ gestartet, so Dr. Johann Weusmann. Diese Uraufführung möchte, vor einem gesetzgeberischen Verfahren in den einzelnen Regionen der Landeskirche, die Akzeptanz ausloten und Anregungen einsammeln. Offenbar will man landeskirchlicherseits anders vorgehen als bei der Einführung des neuen kirchlichen Finanzwesens. Die Veranstaltungen fand ich durchaus gelungen, wie man auf dem Blog von Ralf Peter Reimann nachlesen kann. Allerdings bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich meine Kollegen (nur maskulinum!) an vorgegeben Vereinbarungen halten können. Die Struktur des Abends -Vortrag, Murmelphase, Verständnisfragen, Anregungen und Kommentare- war eigentlich einfach zu verstehen, dennoch scheint es schwierig zu sein die eigene Erfahrung/Meinung von reinen Verständnisnachfragen abzukoppeln. So hub etwa ein Kollege mit der steilen Wertung an, der Vortrag des IT-Betriebswirtes Rene Rausch habe etwas „mystisches“ gehabt. Wohlgemerkt: Es ging um Verständnisfragen! Der Redner hatte mehrfach betont, dass man von einem fertigen Konzept noch weit entfernt sei, und dass es darum ginge gewissermaßen visionär einen Blick darauf zu richten, was in den nächsten Jahren an Umgang mit IT immer mehr …

Ich bin ein Voyeur. Ich darf das.

Ich lese (heimlich) am Bildschirm, am Tablet und auf dem Smartphone Nachrichten, Blogs und allerlei Gedrucktes. Ab und an sehe ich mir auch ein Foto an, selten ein Video. Ich habe Lust am Text. Das humanistische Bildungsideal ist schuld. Es hat mich auch in die Hände der Theologie getrieben. Bilder erscheinen vor diesem Hintergrund verdächtig, bewegte allzumal. Ich darf allerdings ein „Voyeur“ sein, schließlich bin ich exhibitionistisch genug veranlagt selbst Texte, Bilder und ab und an sogar ein Video zu veröffentlichen. Davon profitieren schließlich wiederum die anderen „Voyeure“. Wir alle treffen uns in diesem Internet. Warum ich das schreibe? Ralf Peter Reimann hat ein Plädoyer für „diskretes Sterben“ gehalten. Ich kann seine Argumente allerdings nur schwer nachvollziehen. Wie sollte ein Schriftsteller anders mit seinem Leben und seinem Sterben umgehen als schreibend? Und das meint selbstverständlich „öffentlich schreibend“. Matthias Jung hat in ähnlicher Richtung argumentiert. Allerdings sieht er eine andere Qualität der Äußerung erreicht, wenn nicht mehr in Texten, sondern in Bildern veröffentlicht wird. Das Video eines nur zehn Tage alt gewordenen Säuglings kann so zur …

Kirchliche und andere Fotos unter Creativ Commons Lizenz

Manchmal hat man wirklich den Kopf so voll Arbeit, dann muss man etwas ganz anderes machen. So ging es mir dieser Tage. Lange schon wollte ich einige meiner Fotos öffentlich machen und gleichzeitig gute Bedingungen dafür schaffen, dass sie möglichst unkompliziert genutzt werden können. Für einen Blogbeitrag muss ein gutes Foto her und die Suche in den einschlägigen Plattformen beginnt. Warum also nicht eigenen Content liefern und zur Verwertung frei geben? Am liebsten hätte ich meine Aufnahmen bei Flickr unter der dieser Angabe veröffentlicht, aber das war leider noch nicht möglich. 🙂 Trotzdem bin ich nach langer Zeit wieder bei Flickr zurück. Die gewählte Lizenzierung dürfte dennoch ihren Zweck erfüllen. Bedient euch! Oder guckt einfach.

Tausend Jahre sind vor Dir wie ein Tag (oder eine Sekunde?)

Einmal in der Woche bete ich diesen Psalm hier: http://ekir.de/url/AQG (Ps90). Mindestens. Nämlich auf dem Friedhof. Trauerfeiern gehören mit Sicherheit zu den Rückzugsmomenten, die uns unsere Lebenszeit für einen Moment ansichtig werden lassen. „Tausend Jahre – ein Tag“, das will nicht als mathematische Rechenaufgabe verstanden werden, sonder als Aufforderung zur Vergewisserung, dass Gott, der die Dinge in Dasein rief, auch unsere Zeit in seiner Hand hält, gewissermaßen „rahmt“. Denn unser Leben kehr zu ihm auch wieder zurück. Bei der unten verlinkten Graphik musste ich unmittelbar an V10 denken: „unser Leben fährt dahin, als flögen wir davon.“ Besser, als dass in einer Sekunde 168 Millionen Emails verschickt werden, kann man gar nicht veranschaulichen. Was sich sonst noch so in 60 Sekunden in diesem Internet tut, seht ihr hier: http://www.go-gulf.com/60seconds.jpg

Digitalisierung der Gesellschaft

Ein wesentlicher Grund für zunehmende Unzufriedenheit mit politischem Handeln innerhalb unserer parlamentarischen Demokratie ist das Ausblenden der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die Herausforderungen vor der die politischen Parteien stehen ist nicht gering zu schätzen. Bislang scheint dieser Vorgang noch nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gefunden zu haben. Wahlerfolge der Piratenpartei werden als „Protest-Stimmen“ gedeutet, die eine diffuse Politikverdrossenheit zum Ausdruck bringen würden. Wie „das Internet“ „funktioniert“ wird als eine von IT-Fachleuten und Konzernen zu beantwortende Fragestellung verstanden. Dabei geht es um einschneidende, geradezu evolutionär anmutende Veränderungen moderner Gesellschaften. Für die Kirchen ist die Fragestellung einer Digitalisierung der Gesellschaft vor allem eine bedrohliche. „Virtualität“ steht für Phantasie-Welten und „Killerspiele“. „Das Internet“ stiehlt den Menschen eigentlich nur Zeit. Die Zeit, die sie aber dringend mit anderen „echten“ Menschen verbringen sollten. Dualistische Vorstellungen sind dem Christentum seit den Ursprüngen nicht fremd, bilden aber keine geeignete Grundlage der Frage nach der Digitalisierung der Gesellschaft angemessen zu begegnen. Es ist interessant an den Stellen im Vortrag von Prof. Kruse wo „Politik“ gesagt wird, „Kirche“ einzusetzen. Dann kann verständlich werden, dass „das Internet“ …

Twitter ist auch böse!

Kaum drückt man in einer Schnapslaune den „Retweet-Button“ auf Twitter und hat seine Beiträge auch noch in seinem Blog verlinkt, kann man sich vor Suchanfragen kaum retten. Als Motiv zur Suchanfrage ist Boshaftigkeit nicht auszuschließen, wenngleich im Fall des Außenministers schon einiges aufgewendet werden muss, um wirklich böse zu sein! So jedenfalls geht es mir mit einem Zitat aus den letzten Mitternachtsspitzen: Herbert Knebel brachte in seiner Rolle als Helmut Schmidt (in „Loki und Smoki“) das Zitat: „Wenn man einen Vollpfosten wie Westerwelle zum Außenminister macht, braucht das Volk nicht weniger, sondern mehr Alkohol.“ Der erste, der dieses Zitat twitterte war muehlenwind und sein tweet wurde 89 mal weiterverbreitet, u.a. auch von mir. Dass Twitter als Suchmaschine „Google“ (und die sind ja seit Street View auch böse) immer mehr abzulösen scheint, ist offensichtlich. Was ich mir zusätzlich wünschen würde wäre eine #hashtag Einbindung in den Fließtext von Blogs, dann könnte man diejenigen, die mit Kanonen auf Spatzen schießen (wie #westerwelle auf #hartzIV Empfänger) noch schneller und effizienter belangen. Dazu ist, neben den technischen Voraussetzungen, vor …