Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hartz IV

Sind wir ein Volk von Erbsenzählern,

oder haben wir einfach nur verlernt, was staatliches Handeln heißt? Das darf man angesichts der aktuellen Debatte über Armut und Hartz IV schon fragen. Geht es denn wirklich um fünf oder 20 EUR? Doch wohl kam, wenngleich der Unterschied für die Betroffenen immens ist. Vor allem geht es darum das Wort „Sozialstaat“ auf dem Hintergrund der Globalisierung neu zu definieren. Dazu scheint die Politik keine Antworten formulieren zu können, flüchtet sich gleichsam in Tabellen und Statistiken um die eigene Ratlosigkeit zu verstecken. Der „große Wurf“, eine „Reform“, neuerdings sogar das (Energie)-„konzept“, es war sogar von „Revolution“ die Rede, die Bedeutungsschwere der Begriffe steht in keinem Verhältnis zum Ergebnisertrag. Die gesamte Hartz IV Debatte zeigt, dass höchst unklar ist, welchen Umgang wir mit „schwachen“ Menschen in unserer Gesellschaft pflegen wollen. Längst ist „Hartz IV“ zum Stigma derer geworden, die dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Daran ändert auch eine neue Begrifflichkeit nichts. Was bleibt denn anderes übrig als „gesellschaftliche Teilhabe“ zu ermöglichen, wie die Kirchen sie immer wieder fordern? Dagegen wir allerdings immer deutlicher angegangen: Die Rede …

Bevor die Hartz-IV Debatte wieder abreißt…

Hartz-IV-Treff, ursprünglich hochgeladen von Schockwellenreiter …sei auf diesen Blog hingewiesen: http://hartz-iv-blog.de/. Da kann man etwas über die Wirklichkeit lernen und seine Meinung nicht auf Parolen gründen. Manche erregen sich ja über den hohen Etat des Bundes in Sachen Arbeit und Soziales (als wenn das alles nur ALG 2 Empfänger betreffen würde!). Ich rege mich eher darüber auf, dass Politiker (wider besseres Wissen) Sätze sagen wie: „Man kann nur das ausgeben, was man auch hat.“

Bedrängnis und Hoffnung. Römer 5,1-5

Wenn die Spielräume eng werden, sieht  es oft nicht gut aus! Das gilt nicht nur für den Fußball, das darf im Jahr der WM aber angemerkt werden. Wenn die Spielräume eng werden und nicht jeder so aufspielen kann, wie er möchte, fallen oft Worte wie „kämpfen“, „beißen“, „dagegenhalten“ und nicht zuletzt, „so etwas ist nicht schön anzusehen“. Die Masse will „großes Tennis“ sehen, wie ein Bundesliga-Trainer es formulierte, Großes Tennis –auch im Fußball.

Nikolaus Schneider wettert gegen Westerwelle

Ein ganz passables Interview von Nikolaus Schneider in seiner Funktion als stellvertretender Ratssvorsitzender der EKD. Am Ende wird er sogar richtig gut, als er gegen Westerwelle und die Dekadenz-Debatte Stellung bezieht. Wörtlich:  „Da fällt einem ja nun gar nichts mehr zu ein!“  Erst recht nicht, wenn Westerwelle in der heutigen Bundestagsdebatte „Öl ind Feuer“ gießt. Der Außenminister sollte wegen seiner gesellschafts spaltenden Haltung zurücktreten. Aber es sieht sowieso so aus, als würde Angela Merkel von langer Hand was planen… Recht hat er, der Präses!

Dekadenz-Debatte sollte fortgesetz werden

Wenigstens eine Kirche regt sich in der aktuellen Dekadenz-Debatte. Dem „Amtsbruder“ aus Bremen kann nur zugestimmt werden! Die Ratsvorsitzende Käßmann hat dazu ein lesenswertes Interview gegeben. Ist es nicht dekadent, wenn zur Zeit die Selbstanzeigen der Steuer“sünder“ täglich steigen? Dabei geht es teilweise um Steuerschulden in zweistelliger Millionen Höhe, so hört man. Zugegeben: Ich bin parteiisch! Ich kenne (wahrscheinlich) mehr Hartz IV-Empfänger (die oft von mehreren mini-jobs leben) als Steuerhinterzieher. Das Sozialsystem muss aber nicht abgeschafft, sondern umgebaut werden. Warum nicht mit einem Grundeinkommen?

Grundeinkommen ist machbar

In der heutigen Ausgabe der Sueddeutschen Zeitung plädiert Thomas Straubhaar wieder einmal für eine Grundeinkommen. Angesichts des morgigen Urteils  des Verfassungsgerichtes zu Hartz IV eine durchaus bedenkenswerte Alternative, oder?