Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gottesknecht

Heerscharen und Gottesknecht (Jes.42,1-4)

Nach „vom Himmel hoch“ wird es leiser. Die himmlischen Heerscharen singen nicht mehr so laut am kommenden Sonntag, dem ersten nach Epiphanias. Stattdessen erscheinen leise und zarte Töne. Es ist von jemandem die Rede, der seine Botschaft nicht lauthals auf den Gassen vorträgt und dem darauf Aufmerksam zu Teil wird. Derjenige der Gottes Botschaft unter die Leute bringt, wird auch „glimmende Dochte nicht auslöschen“, sondern dafür sorgen, das daraus noch eine richtige Flamme entstehen kann. Jes.42,1-4 „Auserwählter“ wir er genannt und „Knecht“; etwas das eigentlich nicht zusammengeht, denn der „Knecht“ hat zu tun, was ihm gesagt wird; der „Auserwählte“ dagegen kann tun, was er will. Die frühe Christenheit hat diese „Gottesknechts Texte“ als Hinweis auf Jesus Christus verstanden, im dem etwas zusammenkommt, was gar nicht, wirklich überhaupt nicht, zusammengeht: Gott und Mensch. Der auserwählte Gottesknecht und Jesus Christus, beide bringen das Recht dorthin, wo es von selbsternannten Auserwählten mit Füßen getreten wird. Beide, der Knecht und Jesus dagegen erleiden um dieses Rechtes willen körperliche Folter und sogar Tod. „Mit den Hirten will ich gehen“ diesen …

Predigt über Jesaja 50,4-9

Ich habe es nötig, es würde mir gut tun, ihnen vielleicht auch. Ja, ich meine es wäre gut für alle, wenn sie kommen würden. Sie die guten Nachrichten. Seit einigen Jahren gibt es Nachrichtenkanäle, die sich darauf spezialisiert haben nur gute Nachrichten zu senden. Eine Stunde täglich nur gute Nachrichten! Nur gute Nachrichten am laufenden Band. Das täte gut, das wäre ein notwendiges Gegengewicht gegen alles, was an schlechten Meldungen über die Sender und durch die Zeitungen rauscht. Aber, was sind eigentlich gute Nachrichten? Ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet mit Niederschlag ist dem Landwirt evtl. willkommen, dem Badeurlauber dagegen wohl weniger. Ist das nun gutes oder schlechtes Wetter? Eine ausgleichende ausgesprochen gute Nachricht wäre auch im Blick auf den Predigttext wünschenswert. Denn dort spricht jemand, dem es so geht, wie tausend anderen auch. Dem Sprecher geht es ausgesprochen schlecht: Er wird geschlagen, auf den Rucken und die Wangen, und er wird bespuckt.