Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gerechtigkeit

Betender Mann

Predigt zur Einführung im Knast

foto: sxc.hu Anlässlich einer Einführung in eine Gefängnispfarrstelle an einem Buß- und Bettag könnte einem in den Sinn kommen, dass zusammenkommt, was zusammengehört: Büßen und Beten! Knast trifft Kirche! Denn, dass das Büßen in der evangelischen Kirche ein Schattendasein führt, ist nicht erst seit der Abschaffung des Buß-und Bettages als gesetzlichem Feiertag wahrnehmbar. Dazu kommt, dass das Wort Buße im umgangssprachlichen Gebrauch lauter negative Assoziationen weckt: „Bußgeldbescheide“ sind die Strafen für Verkehrsvergehen. Wer in einer Haftanstalt seine Strafe „abbüßen“ muss, ist ein Mensch, dem die Freiheit der Lebensführung entzogen wird. „Etwas büßen müssen“ bedeutet auch sonst, die negativen Konsequenzen seines Tuns und Verhaltens ertragen müssen. „Buße“ hat es in all‘ diesen sprachlichen Wendungen immer mit einer Art Erleiden zu tun. Allerdings gilt auch, dass „Buße“ so etwas wie das erste Wort der Reformation ist: „Als unser Herr Jesus Christus sagte: ‚Tut Buße‘, da meinte er, dass unser ganzes Leben eine Buße sein solle“. So lautet die erste der 95. Thesen, die Luther 1517 wenn auch nicht an die Kirchtür zu Wittenberg, so doch in großen …

Der Liebe Gott und der nickelige Jesus. Mt 21, 28-32

„Das ist aber ein ganz Lieber!“ Diesen Satz kennen Sie bestimmt aus verschiedenen Zusammenhängen. Oft wird er auf Personen, besonders aber auf viele Vierbeinern (Hunde) bezogen, meist auch von dem Satz begleitet: „Der will nur spielen!“ Aber auch der liebe Opa, oder die liebe Oma kann gemeint sein, oder die nette Arbeitskollegin, die sich alles gefallen lässt. Und der „liebe Gott“ ist ja auch so ein lieber –außer wenn er alles sieht, oder gerade deswegen? Nun wird dieses „der ist aber ein ganz Lieber“ auch von Jesus ausgesagt. In Kirchenliedern zum Beispiel: „Liebster Jesu wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören“oder „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“, die Beispiele ließen sich verlängern. In heutigen Predigttext ist Jesus allerdings alles andere als lieb. Genaugenommen ist er sogar richtig nickelig, denn er führt seine Zuhörerinnen aufs Glatteis. 

Keine weichgespülte Nächstenliebe. Philipper 2,5-11

Die römischen Kaiser prägten das Bild selbst, das sich die Welt von ihnen machen sollte: Auf den Münzen, die sie schlagen ließen, sehen sie daher so aus, wie sie aussehen wollten –stark und machtvoll. Kaiser Augustus zum Beispiel schaute auf seinen frisch geprägten Denaren … noch im Alter von siebzig so aus wie mit dreißig. Die Münzbilder waren Propaganda. Sie brachten die richtige Botschaft unter das Volk: den ewig jungen Herrscher.“ * „Ihr kauft mit den Schneid nicht ab“, dass war die Botschaft, die unter das Volk sollte. Heute gibt es diese Form der Münzenpropaganda nicht mehr.

Wiedereinmal: Kündigung wegen Wurstbrot!

Die Meldungen werden häufiger. Gekündigt wegen vermeintlicher Bagatellen… Diesmal hat es ein Pflegeheim der Caritas fertig gebracht. Bald wird „Der Spiegel“ sicherlich auch von weiteren (auch evangelischen) Einrichtungen berichten. Wann sind die Redaktionen der Verlage und die Gewerkschaften dran, bei denen die Reinigungskräfte vom Buffet naschen?

Bella Italia!

Der nächste Italien Urlaub ist gerettet! Berlusconis umstrittenes Immunitätsgesetz ist aufgehoben, und Elias Bierdel freigesprochen worden. Gibt es Hoffnung für die italienische Demokratie?

Berlusconi gegen Bierdel

Nach knapp 3 Jahren Prozess wird heute das Urteil im Prozess um die Cap Anamur erwartet. Die Staatsanwaltschaft in Agrigento/Italien fordert 4 Jahre Haft und 400.000 Euro Geldstrafe für Elias Bierdel und Kapitän Stefan Schmidt. Obwohl alle Anklagepunkte sich als nichtig herausgestellt haben, wird dennoch mit einer Verurteilung gerechnet. So geht´s halt zu in italienischer Demokratie! Ein Interview im DLF mit Elias Bierdel gibt´s hier: