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Genesis 12,1-4

Das hatte er sich anders vorgestellt. Er wollte einfach nur da sitzen. Sie meinte er solle doch was machen, was ihm Spaß mache. Doch er wollte einfach nur sitzen und seinen Lebensabend genießen. Auf Neues wollte er sich nicht einstellen. Lieber beim Bewährten bleiben: Da weiß „Mann“, was man hat. Doch es kam anders: Gott meinte er müsste etwas neues beginnen: „Ab heute ändern wir was am Protokoll. FTP wird zwar auch noch möglich sein, der Server bleibt in Betrieb, aber in Zukunft werden wir uns alle Menschen richten. Versuche es ab heute mal mit http://www.geh-in-ein-land-das-ich-dir-zeigen-werde.ka“ Herr A. (75) war verwirrt. Alle Menschen sollen gemeint sein. Unvorstellbar. Schon, dass er als einzelner ein besonderer sein sollte, innerhalb des einen Gottesvolkes, dem sich Gott versprochen hatte. Und nun sollte sich an ihm und seinen Nachkommen die Zuwendung Gottes zu allen Menschen festmachen? Er war verunsichert. Nicht nur von der Universalität des Protokolls, sondern auch von der Unbestimmtheit des Auftrags: „Keine funktionierende Domain angeben, nur dieses neuartige Protokoll. Das kann ja heiter werden.“ Aber – er geht …

Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers

Morgen geht es um Johannes den Täufer. Bärtiger Typ in Kamelhaarjacke, Heuschreckenvertilger und Honigliebhaber. So steht er vor meinem inneren Auge. Doch halt: Der ausgewachsene Mann ist in der Geschichte ein Kind. Nocht nicht geboren, noch im Mutterleib. Und es geht um seinen Namen. Er soll Zacharias jr. heißen, wie der Senior, in der Erzählung den eine temporäre Stummheit und auch Taubheit überfällt. Ein ungeborenes Kind und ein gehörloser Greis künden davon „Gott ist barmherzig“ -Johannes. Sein Name ist Programm. Dass Gott eine Schwäche für Schwachheit hat verdeutlicht einmal mehr der Kontext. Unmittelbar vor dem Abschnitt über die Geburt des Täufers singt auch Maria (die Mutter Jesu) ihr Lied: Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. (LK1,52-55) Und: Wieder einmal steht ein Lied der Freude am Anfang des Eingreifens Gottes. Maria besingt den kommen Retter so, wie …