Alle Artikel mit dem Schlagwort: facebook

„Facebook macht schlechte Laune“ oder ja, ja die Korinther

Die Gemeinde in Korinth wäre bestimmt mit einem Portal wie diesem hier glücklich geworden: „Alles bestens hier bei uns! Wir sind Christen und dürfen alles, weil wir als neue Menschen mit Christus leben. Seht her, wie wir feiern können!“ Sprachen sie und posteten fleißig eindeutige Partybilder. Der Ratschlag des Apostels Paulus ist in 1.Kor.10,24 überliefert: „Niemand suche das Seine, sondern was dem anderen dient.“ Das könnte neben einem „Wort zum Sonntag“ glatt zu einer Facebook Regel gegen schlechte Laune (und schlechte Posts) werden. 🙂 http://www.ekir.de/url/NnT

1.Sonntag nach Epiphanias über Joh.1,29-34

Kaum ist bei vielen von uns der Baum aus dem Fenster geflogen und der Alltag fängt an uns in seinen gewohnten Griff zu nehmen, da wird es auch in der Perikopenordnung ernst. Die bekannte weihnachtliche Szenerie der lukanischen Erzählung weicht einem markanten theologischen Gedanken, der auch kunstgeschichtlich größte Aufmerksamkeit erfahren hat. Den Predigttext für den kommenden Sonntag findet Ihr im Johannesevangelium Kap.1 VV 29-34 Taufe, Titel, Taube, Lamm. Dogmatisch eine wahre Fundgrube für allerlei theologische Untersuchungen. Und dennoch (oder gerade deshalb?) macht sich beim Hören eine gewisse „Unterkühltheit“ des Abschnittes breit. Dabei hat der Evangelist Johannes eigentlich nur eins im Sinn: Zu zeigen, dass Jesus von allem Anfang an dem Wesen und Ursprung nach auf die Seite Gottes gehört. Christi Kommen ist die Zeitansage des Lebens. In ihm zeigt Gott wer er sein will: Gott für uns! Da kann kein ausgestreckter Zeigefinger zu lang sein: http://www.ekir.de/url/GEF

1.Kor 7, 29-31

Der Sommer vorbei. Der Weihnachtsmarkt seit 4. Oktober geöffnet. „Die Zeit ist kurz.“ Wer möchte dem Apostel Paulus da nicht zustimmen, was er im Predigttext für den kommenden Sonntag in 1.Kor.7, 29-31 formuliert. Freilich geht der Apostel das Problem grundsätzlicher an: Die Kürze qualifiziert die Zeit bis zur Wiederkunft Christi. Von dieser Erwartung her sollen Christinnen und Christen ihr Leben gestalten. Erstaunlicher Weise nicht nach dem Motto „Lasst uns essen und trinken, denn morgen kommt der HERR wieder“. Überraschend wird auch nicht zu totalem Verzicht aufgerufen, vielmehr wird eine überaus gewichtige Akzentuierung gesetzt: Menschliche Bedürfnisse haben ihre fraglose Berechtigung. Und sie haben ebenso ihre selbstverständliche Begrenzung. Totalität macht unfrei. Und weil Christus uns zu freien Menschen gemacht hat, ist ein Weg zurück in Abhängigkeit eine unmögliche Möglichkeit. Ein so verstandenes „Haben als hätte man nicht“ wird zum Dreh- und Angelpunkt christlicher Ethik. Leider verkürzt die Perikopenordnung die paulinische Argumentation. V23 liefert die Begründung , warum die Worte des Apostels für uns, die wir nicht in einer Naherwartung leben, immer noch Bedeutung haben. Ob Sommer oder …

Philipper 2, 4-11

Münzprägung war von alters her Demonstration von (göttlicher) Macht. Wer Münzen prägte, tat das mit Bildern, die Stärke und Kraft symbolisierten. Römische Kaiser verstanden sich bestens auf diese Art von Öffentlichkeitsarbeit/PR. Christen hatten in ihrer Anfangszeit dem nichts entgegenzusetzen. Fast nichts. Sie hatten Lieder. Und diese haben es in sich. Ein damals bekanntes Lied ist der Hymnus im 2.Kapitel des Philipperbriefes. Er besingt in kurzen Worten eine theologische Deutung des Kreuzestodes Jesu (VV.6-11) > http://ekir.de/url/LdG Diese Deutung ist die Begründung des Predigttextes für kommenden Sonntag, der mit folgenden Worten endet: „Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:“ (Phil2,4-5) In einer Zeit, in der Politiker Politik als Selbstverwirklichung betreiben können, abgehoben von der Niedrigkeit des Alltags der Menschen, ist dies ein Satz, der aufmerken lässt. Es gilt, Erfolg zu haben, voran zu kommen, auf die eigene Chance zu warten. Vieles bleibt auf der Strecke:Zuerst die, die nicht erfolgreich sein können, weil sie nicht gut …

„ekir fanpage liken“

Wem bei diesem „denglisch“ schlecht wird… Ich kann ihn/sie gut verstehen. Dennoch geht kein Weg daran vorbei sich mit derartigen Begrifflichkeiten herumzuschlagen, denn die Evangelische Kirche im Rheinland plant in sehr naher Zukunft einen eigenen Facebook-Auftritt. Unter http://www.facebook.com/ekir.de könnt ihr jetzt schon „liken“, auch wenn der offizielle Start erst im Juli sein wird. Allen kritischen Geistern und Skeptikern sei ein Besuch der Seite angeraten. Denn eins ist klar: Es ist längst nicht mehr die Frage, ob kirchliche Auftritte auf Facebook verantwortet werden können, sondern nur noch wie. Dabei könnt ihr euch selbstverständlich beteiligen, sonst wäre es nicht Web 2.0 😉 Rückmeldungen und Wünsche zur inhaltlichen Gestaltung könnt ihr auf der Fanpage (das ist die Facebook Gruppe zur EKiR-Facebook-Seite) posten.

„Die Netzgemeinde“ und „Die Religion“

Niemand weiß genau, was sich hinter dem Begriff „Netzgemeinde“ verbirgt. Und wahrscheinlich ist sogar, dass es sie gar nicht gibt, wie Christian Jakubetz meint. Oft wird darunter schlicht das verstanden, was Mitglieder bei Facebook und Twitter so ungefiltert an Meinung ins Netz stellen. Daraus wird dann am Abend in der Tagesschau die „Netzgemeinde“. Selbst Mitglieder dieser sogenannten „Gemeinde“ erheben den Anspruch gerade keine Gemeinde zu sein. Das liegt m.E. daran, dass der Begriff „Gemeinde“ religiös aufgeladen ist. Und die „Netzgemeinde“ ist sich vor allem darin einig, dass „die Religion“ Antidemokratisch , Antiaufklärerisch und erst recht Antifreiheitlich sei. Dabei ist das Bild, das hinter diesem Religionsverständnis steht, schnell als Zerrbild vor allem römisch-katholischer „Religion“ zu entlarven. Da fällt eine differenzierte Betrachtung oft schwer, zumal wenn sie in 140 Zeichen stattfinden soll. Trotz alle dem bin ich der Meinung, dass sich eine Auseinandersetzung durchaus lohnt. Ich meine sogar, dass es sehr von Nöten ist, in den sozialen Netzwerken präsent zu sein. Persönlich mit seinen Interessen und seinem Glauben, öffentlich mit seinem (kirchlichen) Beruf, und erst recht in …

Link-Liste zum Kirchentag in Dresden

Seit kurzem gibt es eine Link-Liste zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden. Das ist an sich nicht unbedingt eine Nachricht in diesem Blog wert. Wenn er aber in dieser Link-Liste erwähnt wird, ist es vielleicht gestattet das auch an dieser Stelle zu erwähnen. Etwas überrascht bin ich schon, denn als kirchlicher „Alpha-Blogger“ bezeichnet zu werden zeugt zumindest davon, dass die Reichweite des Blogs so klein nicht sein kann. Interessanter ist m.E. aber eine andere Beobachtung. Nämlich dass die Reichweite dieses Blogs sich in der Zeit deutlich erhöht hat, als mein Einstieg in Twitter und Facebook erfolgte. Sicher gibt es „ältere“ christliche Blogs zu denen der meines geschätzten Kollegen Karl Otto Scholz zwoelff.de gehört. Da er aber nicht auf Twitter „beworben“ wird, ist die Bezeichnung eines „Alpha-Bloggers“ ihm nicht zuteil geworden. Das zeigt, dass die momentane Aufmerksamkeit (Hype) an dem Phänomen „Social Media“ auch im kirchlichen Bereich platzgreift. Die Reichweite eines Blogs kann offenbar durch entsprechende Präsenz auf den verschiedenen Plattformen gesteigert werden. Gleichzeitig beobachte ich an mir aber, dass die Zahl der veröffentlichten Artikel …