Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ewigkeit

„Ewiges Leben“ – ein Erklärungsnotstand

Schnelle und einfache Antworten sind gefragt, besonders dann, wenn es kompliziert zugeht. Da mag man dem Predigttext aus dem 1.Johannes Brief mit Nachsicht begegnen, immerhin versucht er sich in der Beantwortung der Frage, wie sich Gottes Ewigkeit zu unserem Leben verhält. Da wir unser Leben nicht ohne das Vergehen von Zeit betrachten können, kommt eine Rede vom „ewigen Leben“ in Erklärungsnot. Was für die Rede von Gott als unverzichtbar erscheint, wird in der Übertragung auf den Menschen unvereinbar: Gott ist ewig, wir sind endlich. Gott ist im Himmel, der Mensch auf Erden. Hätten wir nicht gerade noch die Weihnachtsbotschaft im Ohr, dass Gott Mensch wird, würden wir dem vorbehaltlos zustimmen. So aber hören wir, dass Zeit und Ewigkeit einander nicht ablösen und auch nicht auseinander fallen. Wir hören es als Verheißung, die sich erfüllt hat und die sich im Glauben als wahr erschließt. Der Ort eines „ewigen Lebens“ ist darum dort, wo sich Bindung an den Mensch gewordenen Gott ereignet. Wer schnell und einfach antworten will, sagt dann auch Sätze wie: „Wer den Sohn hat, der hat …

Helloluther!

So mancher evangelische Christ würde am 31.10 am liebsten wohl auch die Kürbissuppe verbieten. Seit sich das „Gruselfest“ in den letzten zehn Jahren immer mehr zum Kassenschlager entwickelt hat, radikalisiert sich die Debatte um den Brauch zunehmend. Seit diesem Jahr gebe ich mich geschlagen! Man kann eben keine Kürbisse an Kirchentüren nageln, und falls es doch gelingen sollte: leuchten werden sie davon immer noch nicht! Das heisst aber doch lange noch nicht, dass damit inhaltlich irgendetwas beschrieben wäre. Vielleicht müssten wir Evangelische so kreativ sein und das Thema „Ewigkeit“ nicht nur am „Totensonntag“, sondern auch am Reformationstag zur Sprache bringen? 2007 in der Evangelischen Kirchengemeinde Eppelheim wurde ein Jugendgottesdienst gefeiert zu Helloween und dem Reformationstag! Und die Churchnight wird ja auch immer bekannter. Die mittlerweile auch überaus bekannten Lutherbonbons sind zwar witzig gemeint (hoffentlich!) kommen aber weniger süß als vielmehr „moralin-sauer“ rüber. Heiko hat auf evangelisch.de einen schönen Artikel dazu verfasst, daran hätte Luther bestimmt seine Freude gehabt. Und für alle die dem nicht meinen zustimmen zu können (und im „seinem“ Jahr sei das erlaubt anzumerken): Melanchton hätte daran gar keinen Spass gehabt. …