Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erkenntnis

Streichholz

Nicht müde werden. Erneuerung zulassen.

foto: sxc.hu „Was den Zustand der Welt angeht, sehe ich -ehrlich gesagt- schwarz. Besonders nach den Ereignissen im letzten Jahr. Und dieses Jahr ging es schon genauso weiter“ – entfuhr es einer Synodalen der #LS2016 bei der Kaffeepause. Der helle Schein, von dem der Predigttext für den kommenden Sonntag redet, ist ihr mehr als fraglich geworden. Wer wollte es ihr verübeln? Bringt die These des Apostels Paulus, dass „durch uns Erleuchtung zur Erkenntnis Gottes“ gesehen soll, nicht einen enormen Druck? Zumal es auch noch um die „Herrlichkeit Gottes“ geht, die wir doch eher vermissen, denn vollmundig bekennen? Der Abschnitt aus dem 2.Korintherbrief will aber zu Ende gelesen werden. So erfahren wir, dass die Herrlichkeit Gottes eben keine gleißend, strahlende ist, die alle Dunkelheiten vertreibt. Im Gegenteil! Die christliche Sicht auf die Erfahrungen in der Welt werden gedeutet mit Blick auf das „Angesicht Jesus Christi“. Und das ist zunächst eins von wenig Glanz. Entbehrung, Not und Leid liegen auf diesem Gesicht und wir „tragen das Sterben Jesu allezeit an unserem Leibe“. Wer, wenn nicht die Getauften, könnte …

Grenzen der Erkenntnis nach Martin Urban

Mit großem Vergnügen lese ich die Süddeutsche Zeitung. Auch unter der Rubrik „Wissen“ finde ich Interessantes aus dem Bereich Naturwissenschaft, das mir Fakten so erklärt, dass auch ich sie verstehen kann. Nun schreibt der ehemalige Leiter des Wissenschaftsressorts, Martin Urban, einen Artikel über Epistemologie mit dem Titel die „Grenzen der Erkenntnis“ Untertitel: „Wie das Gehirn die Wirklichkeit zu Weltbildern verzerrt“. Der Grundtenor dieses Beitrages lässt sich schnell zusammenfassen: Die Welt ist unendlich viel komplizierter als sie erscheint. „Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft seien mittlerweile so abstrakt geworden, dass man sie sich nicht mehr vorstellen“ könne. Die Religion dagegen ist für ihn ein einfaches System, das aus unsinnigen Dogmen besteht, die zu sinnlosen rituellen Handlungen führen. Religion solle sich damit abfinden, dass sie „nur“ im Kopf entsteht, so wie alle unsere Weltbilder. Ärgerlich ist die undifferenzierte Vermengung zwischen philosophischen, theologischen, und psychologischen Fragestellungen, die bunt durcheinander gewürfelt, schließlich beim Schamanismus endet. Es beschleicht einen der Verdacht, hier bewege sich jemand auf den Spuren der Verarbeitung eigener religiöser/konfessioneller Geschichte, ohne sich darüber Rechenschaft gegeben zu haben. Dass „Religion“ …