Alle Artikel mit dem Schlagwort: Digitalisierung der Gesellschaft

EKD Synode 2014, 6.-12. November Dresden

Die kommende Synode der EKD vom 6.-12. November in Dresden ist für so manchen jetzt schon ein voller Erfolg. Denn das Schwerpunktthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ hat den einen oder die andere beflügelt, sich erstmals mit dem Thema eingehend zu befassen. Der Jugenddelegation, der es im letzten Jahr -quasi über Nacht- gelang das Thema auf die Agenda zu setzen, sollte zu Beginn der Synode ein großer Dank ausgesprochen werden. Zu denen, die sich erstmals gründlicher mit der Thematik befassten, gehört auch der Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister. Bisher gehörte er immer zu den schärfsten Kritikern der sog. „sozialen Medien“, denn dort herrsche ein „menschenverachtender Shitstorm“, der mit der Kommunikation des Evangeliums nicht vereinbar sein. Folgerichtig schloss er seinen Facebook Account und empfahl statt dessen „echte“ Kommunikation statt „virtueller“, „reale“ Freunde, statt „Facebook Freunde“. Offenbar hat der Bischof vor kurzem ein Damaskuserlebnis gehabt, denn auf evangelisch.de erschien kürzlich ein Artikel, der eine deutlich differenzierte Betrachtungsweise bietet. Zwar fallen immer noch die Worte „Shitstorm“, „Cybermobbing“ und auch Datenschutz rechtliche Bedenken werden angeführt, …

Predigerinnen auf der re:publica

Ja, es gibt sie, die Predigerinnen und Prediger auf dem größten europäischen Internet Kongress, der in diesem Jahr auch hier und da als „Messe“ bezeichnet wurde. Auch wenn damit nicht die gemeint sind, die sonst auf Kanzeln anzutreffen sind. Derer war nur eine Hand voll anwesend. Und dennoch wurde „gepredigt“. Z.B. von Constantin Seibt. Seine Session erinnerte gelegentlich an die Klagelieder Jeremias, dem Propheten, der unter seinem Auftrag litt, wie kein zweiter. Er wird auch oft den Eindruck gehabt haben, dass sie ihm die „Kanzel unter dem Hintern weggezogen“ haben, als er forderte doch endlich „Haltung“ zu zeigen, statt sich in oberflächlichen Kleinigkeiten des Lebens zu ergehen. Keineswegs ein Klagelied stimmte dagegen Sarah Spiekermann an, die für die Entwicklung einer „ethischen Maschine“ eintrat. Psalm 8,6 wurde von ihr zitiert, wenngleich ohne Quellenangabe 😉

Warum wir dieses Dings 2.0 nicht verteufeln sollen. Von Dr. Gerald Fricke

Dieses Dings, früher auch Web 2.0 genannt wird in vielen (auch kirchlichen) Kreisen gerne mit Argwohn betrachtet. „Internet -Stichwort Mobbing“ in einem Atemzug. Immer. Der @ballkultur erklärt in seinem launigen Vortrag die Digitalisierung der Gesellschaft. Auf Twitter würde jetzt „Lesebefehl“ stehen. Kann man aber zur Not wohl auch mal im Blog schreiben. „Wir haben jetzt auch dieses Dings 2.0“ – Die Große Transformation zur Webgesellschaft from Gerald Fricke on Vimeo.