Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dialog der Religionen

Vom Kreuz mit dem Amtseid und Dackeln

Da gibt es also eine Verlegenheit bei den Kirchen, wenn eine Muslima ihren ministerialen „religiösen“ Amtseid spricht. Das ist auf evangelisch.de zu lesen. Ich finde es wesentlich schlimmer, wenn die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihren Amtseid ohne „religiöse“ Formel spricht. Kann man wirklich auf „religöse“ Begründung von Recht (als ganz und gar menschliche Angelegenheit) verzichten? Dies ist eine verfassungsrechtlich wohl nicht minder schwer zu beantwortende Frage, wie die theologische nach dem Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam. Nach dem Ökumeniker Hans Küng ist das wohl ein äußerst zu begrüßender Vorgang. Aber die Bedenkenträger sind immer schnell bei der Sache. Ich halte es da mit Hermann Barth, dem Präsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zwischen Christen und Muslimen gebe es zwar erhebliche Unterschiede beim Gottesbild und im Verständnis von Jesus Christus, doch sei der Bezug auf Gott in der Eidesformel wie auch in der Präambel des Grundgesetzes nicht exklusiv an das christliche Gottesverständnis gebunden, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Ministerin habe damit zum Ausdruck gebracht, „dass sie ihre Verantwortung in einem …

Telefonseelsorge für Muslime

Komme gerade von einer Veranstaltung in der über Islam und Christentum (wie immer) kontrovers diskutiert wurde. Es ist erschreckend wie über andere Religionen ge- und auch verurteilt wird. Statt dass für ein friedliches Miteinander der Religionen zu werben wird die Wahrheitsfrage in den Religionen zur alles entscheidenden Frage hochstilisiert. Auf der Strecke bleiben die Menschen, die nach Orientierung und Hilfe suchen! So ist es nur zur begrüßen, dass es nun auch eine TS (Telefonseelsorge) für Muslime gibt.