Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deuterojesaja

AWWW! Share this. Jesaja 54,7-10

Wer einen Regenbogen sieht, dem entfährt oft ein begeistertes „Sieh mal da!“. Hat der Beobachter ein Handy dabei, wird bisweilen die Kamerafunktion aktiviert und das Foto landet schnell -mit einem „AWWW!“ versehen- im Internet. Ihr kennt das 😉 Offenbar ist die Schönheit des sich brechenden Lichtes im Wechselspiel von Sonne und Regen stets mit Bewunderung betrachtet worden. In der biblischen Tradition kommt neben dem Farbenspiel ein theologischer Gedanke hinzu: Noah und seine Familie sind die Ersten, mit denen Gott seinen Bund schließt. Nach der Sintflut verspricht er ihnen, die Schöpfung nie mehr zu vernichten (Genesis 9,8-17). Als sichtbares Zeichen dieser Selbstverpflichtung, die der ganzen Welt gilt, soll der Regenbogen am Himmel stehen. Der Predigttext für den morgigen Sonntag (Jesaja 54,7-10) erinnert an diesen Bund in einer Zeit in der die Zusage Gottes in Vergessenheit geraten war, oder zumindest in Zweifel gezogen werden konnte. Auch in ausweglosen Zeiten will sich Gott als der erweisen, der in die Freiheit führt. Oder anders gesagt: Gott will angesichts seines Handelns ein „AWWW!“ von dir, denn er verspricht: „Es sollen …

Jürgen Marcus schreibt keine Emails

Zum Pfarrkonvent mit @ralpe über Social Media: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, schalala Schalalalala.“ –So könnten einst die Jünger am Ostermorgen gesungen haben, oder doch besser zu Pfingsten? „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, die Botschaft kam an. Damals zu Ostern in Jerusalem und in den Hochzeiten des deutschen Schlagers. Mitte der 70er war das. Heute versucht der Schlagersänger, der damals Millionen erreichte, der guten alten Zeit neuen Glanz zu verleihen. Und das funktioniert am Besten dann, wenn man technischen Neuerungen und Veränderungen höchst skeptisch begegnet. Jürgen Marcus also (die mit der Dieter Thomas Heck verkorksten Kindheit werden sich wohl erinnnern) Jürgen Marcus bekennt neuerdings: „Ich habe noch niemals eine Email geschrieben!“ Das ist eigentlich vom Nachrichtenwert geradezu belanglos, denn keiner hat wohl wirklich auf dieses Geständnis eines 64 jährigen gewartet, zumal andere Männer in diesem Alter ja meistens durch erneute Zeugungsakte auffallen. Und doch ist dieses „Bekenntnis“ von Öffentlichkeitswirksamer Warte aus betrachtet geradezu genial: Zum einen gibt er den eingeschworenen Fans aller Altersgruppen in ihrer Lebensweise Bestätigung. Denen also, …