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1.Könige 19,1-8 Steh auf und iß

Manchmal ist es hilfreich sich Verzweiflungsgeschichten zu erzählen. Nicht um sich gegenseitig weiter das Leben schwer zu machen, sondern um an einen Punkt zu gelangen von dem aus es gelingt Veränderung herbei zu führen. Eine solche Geschichte wird am morgigen Sonntag „Okuli“ erzählt. Die Hauptfigur kann ihren Blick schließlich erheben, findet neuen Mut, geht gestärkt durch Gott zurück ins Leben. Zu Beginn der Erzählung ist es allerdings aus mit der Person. Durch eigenes Fehlverhalten musste sie sich auf die Flucht begeben. Wer wie ein gehetztes Tier lebt, hat bald keine Kraft mehr, sinkt mutlos in sich zusammen: „Es ist genug, so nimm nun Herr meine Seele.“ In tiefster Verzweiflung und größter Gefahr zweifelt der Mann Gottes an sich und ist in der Einsamkeit ausgeliefert. Er nicht in die Hände Gottes gefallen, sondern in seine eigenen. Darum möchte er, dass Gott ihn aus diesem Leben nimmt. Schließlich tritt er aber heraus aus seiner „Höhle“, denn die Zusage Gottes klingt nach basaler Aufforderung, wird aber als göttliches Segenswort gehört: „Steh auf und iß“. Manchmal schmeckt der Segen …