Alle Artikel mit dem Schlagwort: Demokratie

Impulspapier

Medienkonzil

Man braucht zwar etwas Zeit, um das Impulspapier „Das Netz als sozialer Raum: Kommunikation und Gemeinschaft im digitalen Zeitalter“ im Netz zu finden. Jedenfalls wenn es um den Text geht. Der Hashtag #mk15 hilft aber weiter. Schließlich wird man mit einem Link zum Papier belohnt 🙂 Es „versteht sich als ein Beitrag aus evangelischer Perspektive, basiert aber zugleich auf der ökumenischen Denkschrift ‚Chancen und Risiken der Mediengesellschaft‘, sowie auf jüngsten Stellungnahmen der katholischen Schwesterkirche“ und ist durch die letzte Synode der EKD motiviert. Die hatte nämlich gefordert: „Wir müssen uns als evangelische Kirche verstärkt in den medienethischen Diskurs einbringen, der neben den technischen auch die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen beschreibt, um Privatheit und Öffentlichkeit in ein Freiheit förderndes Verhältnis zu setzen, das dem christlichen Verständnis der Würde des Menschen und seiner Verantwortung im Zeichen von Schuld und Vergebung entspricht.“ Bisher konnte ich nur die Einleitung („Von der Kunst, die instrumente der Freiheit zu bedienen“) lesen, diese macht jedoch Lust auf die fünf Kapitel: I.“Leuchttürme im Nebel. Vom Rauschen zum Verstehen“, II.“Selbstoptimierung und Gnade. Das vernetzte selbst“, …

Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2010

Da ist die Interkulturelle Woche gerade vorbei und weil sie bereits seit 1975 stattfindet ist sie nur in wenigen Köpfen präsent! Auch in Horst Seehofers Kopf, der genau weiß, wann er welche populistische Tonlage anstimmen muss. Er hält das ganze wahrscheinlich für eine Multi-Kul†i Reliquie der „Grünen“. Angesichts der unerträglichen Angriffe auf die erste (ja nicht wirklich bahnbrechende) Rede des Bundespräsidenten muss ernsthaft an der Regierungsfähigkeit so mancher Wortführer in einer „christlichen“ Partei gefragt werden. Diese sollten das gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche wenigstens zur Kenntnis nehmen, und daraufhin prüfen, ob sie als Richtschnur ihres politischen Handelns wirklich aus dem so oft zitierten „christliche-abendländischen“ „Wertekanon“ schöpfen. Ich habe eher den Verdacht, dass das eine ebenso floskelhafte Redewendung zu sein scheint, wie „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ (neuerdings nur noch „Demokratie“ genannt. Und wenn Minister von „parlamentarischer Demokratie“ reden ist äußerste Aufmerksamkeit geboten: Übersetzt heißt das nämlich: „Ihr kauft mir den Schneid nicht ab!). Angesichts dieser Umstände ist noch einmal an das Wort zur Interkulturellen Woche zu erinnern: „Die Frage nach der Zukunft bewegt jeden Menschen, nicht …